Mittwoch, 1. Juni 2005


Vertreterbesuche

Jeder, der oft zu Hause ist, kennt das. Andauernd klingelt es, ohne dass man jemanden erwartet. Und sehr oft steht dann ein Vertreter vor der Wohnungstür, dem man nie etwas abkaufen oder unterschreiben würde. Trotzdem kommen sie immer wieder. In letzter Zeit waren es gehäuft welche von dem hiesigen Telekommunikationsanbieter. Der ist hier relativ konkurrenzlos günstig, demzufolge bin ich dort Kunde. Also kein Bedarf. Kunden erhalten für Neuwerbungen eine Prämie. Aber auch da gibt es bei mir keine Möglichkeit mehr, da in meinem Freundes- und Bekanntenkreis fast jeder ebenfalls Kunde ist. Das wird wohl nicht nur bei mir so sein und entsprechend ziehen diese Vertreter sehr frustriert durch die Gegend und freuen sich über jede Ablenkung von ihren Misserfolgen. Dazu musste auch der Türwächter vom Gruselkabinett herhalten – ein Gemeinschaftswerk vom kleinen Monster und mir. Erstaunte Nachfrage, was das denn sei. „Ein Türwächter.“ „???“ „Bisher gab es hier noch keinen Einbruch. Der ist besser als jedes Panzerriegelschloss.“ „Echt?“ Und das Interesse steigerte sich. Verkaufen wollte ich diesen allerdings dann doch nicht, überlege aber nun, in die Massenproduktion einzusteigen, wenn da wirklich eine so rege Nachfrage existieren sollte.

Edit:
Andere Gruften haben auch nette.

- 2005.06.01, 8:28
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32 Responses to Vertreterbesuche

  1. whisperwind sagt:

    Also ich melde dann schon mal Interesse an. Denn bei mir machen in letzter Zeit die Telekommunikationsvertreter auch ziemlichen Terror. Wenn ich dann schon mal zu Hause bin, klingelt garantiert einer. Wahrscheinlich machen die sich langsam einen Sport daraus…

    Sehr schöne Kreation übrigens 🙂

  2. twoblog sagt:

    Bin beeindruckt. Sieht wirklich nach Kunst aus.
    C.Araxe’s Schamanenkabinett.
    Jetzt bleibt unerwünschter Besuch fern.

  3. frau_floh sagt:

    Ich höre richtig, wie der Türwächter „UUUAAAAHHH“ schreit und damit alle potentiellen Einbrecher verscheucht.
    Schöne Idee übrigens!

  4. Mit Vertreterbesuchen mach ich es mir immer einfach: wenn es klingelt und ich erwarte niemanden, mache ich die Tür nicht auf. So einfach ist das.
    Ich denke eher, dass im Gruselkabinett noch nicht eingebrochen wurde liegt an den unendlichen Treppen, die der Einbrecher zunächst zu überwinden hätte. Falls er es bis oben hin schafft, hat er keine Kraft mehr, die Tür aufzuhebeln.
    Ausserdem war ich höchstpersönlich Zeuge, als der Türwächter umfiel und es wurde daraufhin noch diskutiert, ob er damit seine Wirkung verloren hat.

  5. Bezüglich der Edith von eben: gut, daß dafür unser Hauseingang etwas zu klein ist. Aber wahrscheinlich ist genau das der Grund, warum kein Vertreter mehr (dran vorbei)kommt.

  6. Niwi sagt:

    Oh ja, die Geschichte hab ich gelesen 🙂
    Ich sollte mir wirklich auch einen basteln….
    Bei mir kommen zwar keine Vertreter, dafür hab ich in der Woche ca. 10 kg Werbematerial und das ist auch nicht lustig.
    Mich stört das Runtergehen und Wegwerfen nicht, aber mich stört die Verschwendung…wieviele Bäume dran glauben müssen, für etwas, was eigentlich nur im Müll landet.

    PS: Antiwerbekleber nützen wenig bis nix

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