Mittwoch, 2. Juli 2008


Wegwerfgesellschaft

Ein heißer Tag, die Sonne gibt ihr Bestes und der Eisladen ruft. Aus dem großen Angebot an Eissorten sucht sich der kleine Junge mehrere Kugeln aus. In die vorhandenen Waffeltüten passt die Eismenge nicht hinein, aber es gibt auch Waffelbecher. Die gefallen dem kleinen Jungen nicht, wie er feststellt, als er das Eis erhält. Er möchte unbedingt eine Waffeltüte. Die Eisverkäuferin bietet ihm zusätzlich eine leere Waffeltüte an. Aber das ist keine zumutbare Lösung für den kleinen Jungen. Er möchte ein neues Eis in einer Waffeltüte. Das andere soll weggeworfen werden. „Wegschmeißen!”, fordert er lautstark.

Der kleine Junge hat sehr viel Glück, dass er nicht mein Kind ist. Ansonsten hätte er womöglich nie wieder ein Eis bekommen.

- 2008.07.02, 9:59
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42 Responses to Wegwerfgesellschaft

  1. Ich sag nur: Teenager außer Kontrolle! Sie klauen, trinken, nehmen Drogen – und wollen eine 2. Eiswaffel. Da gibt’s nur eins: ab nach Oregon ins Resozialisierungscamp zu Cheftherapeutin Annegret Fischer Noble und dann erst mal 4 Wochen in den Steinkreis und einen emotionalen Entschuldigungsbrief an den Inhaber einer Waffeltütenfabrik schreiben.

  2. Aurisa sagt:

    Also ich schmeiss mich ja auch manchmal weg… vor lachen ;)…
    (Und in meinem Alter bin ich sowieso bald reif für die Endlagerung ;)…).

  3. Paulaline sagt:

    Oh wie fürchterlich, wenn ich mir vorstelle, was aus dem kleinen Jungen wohl mal werden wird….

  4. pathologe sagt:

    Das aendert sich schlagartig, wenn er es vom selbstverdienten Geld bezahlen muss. Ich befuerchte allerdings, er bekommt gleich nach der Hauptschule einen Vorstandsvorsitzendenjob.

  5. NBerlin sagt:

    Der kleine Junge hatte Glück, dass ich nicht die Eisverkäuferin war. Ich hätte das Eis weg geworfen, nur in seine Richtung! 😉

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