Montag, 26. April 2010


Wie ich den Montag überstand

Gleich im Morgengrauen meldeten sich die gefiederten Terroristen und tauschten meinen Schlaf gegen Müdigkeit, die sich fest in meinen Nacken verbiss und sich nicht so einfach abschütteln ließ. Wenn man nun schon so sich selbst und seine Müdigkeit durch den Montag schleppt, kommt es auch nicht mehr darauf an, ob da nun auch noch ein großer Packen Arbeit mit auf die Schulter springt. Über das Wetter sollte man sich auch nicht beschweren – schließlich gab es am Wochenende genug Sonne. Das einzige, was man dem Grau entgegensetzen kann, ist anderes Grau. Ganze Ozeane voller Grau.

- 2010.04.26, 15:15
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15 Responses to Wie ich den Montag überstand

  1. Eugene Faust sagt:

    In welcher Zeitzone befinden Sie sich denn gerade? Bei uns ist es noch ziemlich hellgrau!

  2. Darf ich an der Stelle rücksichtsvoll anmerken, dass ich Frauen Leute, die hellblaue Filzläppchen auf dem Kopf tragen und Musik machen Töne von sich geben, die auf eng sitzende Daumenschrauben oder unbehandelte Bauchkrämpfe schließen lassen, generell extrem suspekt finde!? Es macht die ganze Sache auch nicht besser, dass – wie es heißt – die CocoRosie-Schwestern gerne mal „den Tourbus mitten auf der Straße anhalten, um Feuer zu machen und darum zu tanzen“. Bestimmt haben die beiden auch jedem ihrer 12 Zehen keltische Kosenamen gegeben und beschwören bei Vollmond Fußwarzen, Hühneraugen und Deodorantallergien.

    Nee, Frau Araxe, es gibt Tage, da mach ich mir echt Sorgen um Sie! *g

  3. pathologe sagt:

    Leute mit hellblauen Filzlaeppchen auf dem Kopf sind UN-Truppen, Herr Neon. Manchmal ist aber der Filz auch in den Koepfen und das Blaue eben stahlhart vom Himmel Gelogenes.

    Das Verbrennen eines Tourbusses indes stelle ich mir interessant vor. Nur nicht fuer die Konzertbesucher mit Karten fuer die folgenden Tage.

  4. Aus rein humanistischer Weltsicht (und ganz im Sinne der UN Charta) wäre es für die Konzertbesucher in der Tat das Allerbeste, wenn CocoRosie ihren eigenen Tourbus verbrennen würden, aber ich glaube, diese Einsicht hatten die Schwestern noch nicht.

  5. pathologe sagt:

    Zumindest sassen sie dabei nicht drin.

  6. …was man nach Anhören von ‚Trinity’s Crying‘ durchaus spontan als bedauernswertes Versäumnis einschätzen kann.

  7. pathologe sagt:

    Ob wir die Schwestern in 117+ treffen? Oder den Tourbus?

  8. Das würde den Schrecken von 117+ erheblich verschärfen!

  9. _Zeo_ sagt:

    Die Musik ist *hachz*
    Erinnert mich ganz leicht an Underwater Love von Smoke City, also zumindest Nr. 1

  10. Monsterkeks sagt:

    Wenn es Sie tröstet: mein Montag war auch beschissen. Aber zum Glück ist ja bald wieder Wochenende!

  11. C. Araxe sagt:

    Wenn ich so die Inquisition befrage, müsste man sich hier eigentlich schon an CocoRosie gewöhnt haben müssen.

    „Ob wir die Schwestern in 117+ treffen?”
    „Das würde den Schrecken von 117+ erheblich verschärfen!”
    Wie kommen Sie darauf, dass ich den Aufenthalt bei 117+ in irgendeiner Art und Weise angenehmer gestalten werde?

  12. C. Araxe sagt:

    Na endlich weiß jemand dieses Grau zu schätzen! :·)

  13. C. Araxe sagt:

    Das Ende des Montags war glücklicherweise wiederum sehr angenehm.

  14. Also ich empfinde den Aufenthalt in 117+ (natürlich ohne CocoRosie) ja gar nicht so schrecklich. Man trifft dort öfter den Herrn Pathologen, ab und zu auch Herrn Mahakala, und kann dann in netter Runde über Gott schwierige Mädels und die Welt diskutieren.

  15. C. Araxe sagt:

    Das nutzen Sie aber doch recht wenig aus. O.K. – das wäre mal eine Anregung. Ich veröffentliche nur noch Beiträge in 117+ und bei missfallenden Kommentaren geht es ab ins Gruselkabinett.

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