Das wird es nun hoffentlich gewesen sein mit dieser Rubrik!

Die Arbeitssuche war ja doch nicht ganz so einfach wie anfänglich bei der Berufswahl gedacht, aber eigentlich hat es bis zu einem Job doch nicht so lange gedauert und die eigenständigen Bewerbungen waren auch nicht so viel (was aber auch am mangelnden Angebot lag) bis es sogar zwei Zusagen am selben Tag gab.

Für die Statistik

Beginn der Arbeitssuche (noch während der Qualifizierung): Mitte September 2025
Ende der Arbeitssuche: Anfang Dezember 2025

Eigenständige Bewerbungen: 7
Bewerbungsgespräche: 5
Probearbeit/Hospitation: 5
Zusagen: 2
Absagen: 2
Offen: 3

Vermittlungsvorschläge (Bewerbung verpflichtend) vom Arbeitsamt: 12
Bewerbungen wegen Unzumutbarkeit abgelehnt (Top: 20-Stundenjob mit Arbeitsweg über 4 Stunden): 4
Bewerbungen: 8
Bewerbungsgespräche: 0
Probearbeit/Hospitation: 0
Zusagen: 0
Absagen: 2
Offen: 6

Stellenempfehlungen (Bewerbung nicht verpflichtend) vom Arbeitsamt: 4
Keine Bewerbungen wegen Unzumutbarkeit: 3
Bewerbungen: 1
Bewerbungsgespräche: 0
Probearbeit/Hospitation: 0
Zusagen: 0
Absagen: 0
Offen: 1

Ein Arbeitsvermittler hat laut Tarif eine 39-Stunden-Woche (169 Stunden pro Monat) und idealerweise 75 Kunden zu betreuen, real aber eher 150. Die Vermittlungsvorschläge als auch Stellenempfehlungen (diese ganz sicher, wenn man die Uhrzeit mitten in der Nacht sieht) können automatisch erstellt werden (meist mit der Software VerBIS). Sollte mein Arbeitsvermittler Vollzeit arbeiten und alle Vermittlungsvorschläge selbständig getätigt haben, wäre das ein Aufwand von ca. 23 Minuten pro Vermittlungsvorschlag bei 150 Kunden. Die Zeit hätte eigentlich reichen können, um zu checken, ob die Vermittlungsvorschläge von Vornherein in Frage kommen. Z. B. die Voraussetzung eines Führerscheins und damit ein Ausschluss. Die Ermittlung von unzumutbaren Zeiten für den Arbeitsweg mag indes aufwendiger sein, aber auch hier hätte man mit etwas gesunden Menschenverstand und im Arbeitsleben erworbene Kenntnisse sicher auch die Vermittlungsvorschläge optimieren können. Die Vorgaben bei automatisierten Empfehlungen (und eventuell Vorschlägen) sind vom Arbeitsvermittler definitiv nicht optimal eingestellt. Mag sein, dass die Arbeitsbelastung des Arbeitsvermittlers auch noch weit höher ist (mehr als 150 Kunden), aber es ist gewiss nicht zielführend ungeeignete Vorschläge und Empfehlungen weiterzugeben. Teilweise waren die Stellenangebote auch gar nicht mehr aktuell (dafür kann der Arbeitsvermittler allerdings nichts, wenn er keine Info darüber hat). Quintessenz: die Arbeit des Arbeitsvermittlers hat mir so rein gar nichts gebracht. Außer Stress, weil ich mich mit unzumutbaren Angeboten beschäftigen musste(!) und diese auch noch teilweise außerhalb meines neuen Berufes befanden. Und alles mit 0 Aussichten auf einen Job. Da frage ich mich schon, was der Vorteil von einem Arbeitsvermittler für einen Arbeitssuchenden persönlich ist. Für die Arbeitslosenstatistik gibt es da sicher Vorteile, wenn man massiv zu unzumutbaren Jobs gedrängt wird.