In der Pflege zu arbeiten ist echt ein komplettes anderes Arbeitsumfeld. Teilweise mag das auch persönlich sein. Hm … Jedenfalls meinte meine Kollegin, die für die Einarbeitung zuständig ist und ich mit der ich mich eigentlich sehr gut verstehe, dass sie sich mit mir gern mal richtig fetzen würde, weil sie sich dann immer besser mit jemanden versteht, aber bei mir gäbe es keinen Grund zum Fetzen. Sie würde sich aber gern noch besser mit mir verstehen wollen. (Sie meint, dass ich das nicht verstehen muss …) Meine Cheffin meinte hingegen im regelmäßig stattfindenden Einarbeitungsgespräch, dass ich insgesamt immer so besonnen wirke und so konzentriert bei Dienstbesprechungen wäre, während andere rumkaspern und schnell am Thema vorbei quatschen, was sie jedoch ungemein stört. Das habe ich mitbekommen und mich dementsprechend verhalten, was sie nun aber anscheinend auch etwas stört. Sie sagte sogar, dass ich auf sie in Richtung „Stock im Arsch” wirke. (Ich bemühte mich, nichåt loszuprusten und als ich das später im Freundeskreis erzählte, war das Gelächter groß. *ggg*) Aber nun gut, wenn sie das meint … Kritikwürdiges kann sie bei mir indes nicht finden. Eigentlich passt das ja zu einer Kollegin von der sozialen Betreuung sehr gut, die sehr straight ist, das ist mir aber teilweise zu straight. Ich wünsche ihr z. B. einen schönen Tag, als ich zu Arbeitsbeginn kurz im Dienstzimmer der sozialen Betreuung bin. Von ihr kam weder Erwiderung noch Dank, sondern nur der Hinweis, dass wir uns ja noch sehen würden. Zudem gibt es noch einiges mehr, teilweise im privaten Bereich, wo sie knallhart reagiert. Sie mag vieles und auch sehr kompetent richtig machen, aber aus meiner Sicht fehlt etwas Empathie. Ich mag da falsch liegen und mit mehr Know-how würde ich das vielleicht anders beurteilen.å Dann habe ich doch mal einen zieåmlich spitzen Spruch gegenüber einer Pflegefachkraft rausgehauen, als mir Zeit am PC zur Dokumentation zustand. Kam nicht so gut an wie ich sofort gemerkt habe, auch wenn die Kritik humorvoll (O.K. zumindest meinerseits) war. Never ever soll man eine Pflegefachkraft auch nur mit Augenzwinkern kritisieren. Meine zuständige Einarbeiterin hat dann versucht, die Wogen zu glätten. Ob das gewirkt hat oder anderes dahinter steckt, weiß ich nicht, aber am nächsten Tag war jedenfalls alles mehr als chico. Es wurde freundlich darauf hingewiesen, dass es kein Problem ist, dass ich den PC nutzen kann und zuvor wurde sich massiv um Smalltalk bemüht. Inzwischen habe ich zu sehr vielen Kollegen ein sehr gutes Verhältnis. In Notsituationen habe ich mein Bestes getan und mein Humor wird mittlerweile von vielen verstanden. Ich kann schon sagen, dass ich in meinem neuen Beruf angekommen bin. Bei den Bewohnenden eigentlich schon bei der Probearbeit.
2026.04.24, 19:53 -
C. Araxe
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