Meine Tarnung ist aufgeflogen und ich werde diskriminiert. Ich bemühe mich echt nur noch wenig Schwarz zu tragen und den Pentagrammring trage ich soundso wegen Hygienevorschriften seit Beginn meiner Tätigkeit in der Pflege nicht mehr. Hilft aber alles nichts …
Meine für meine Einarbeitung zuständige Kollegin beanspruchte die Begleitung zum Gottesdienst. Als Satanistin dürfte ich das soundso nicht!
Ist zwar dann doch nur gut funktionierender Humor zwischen uns, aber so etwas „Schwarzes” haftet mir trotz aller Bemühungen an.
Und das merken auch die Bewohnenden. Oberflächlich, wenn ich trotz Dienstvorschrift meine Schlangenkette trage und deswegen angesprochen werde. Meine Erklärung dazu (die Symbolik ist  sehr vielfältig) wird sehr interessiert wahrgenommen und es entwickeln sich aktivierende Gespräche. Tiefergehend habe ich durch meine Einstellung Bewohnende erreicht, die zuvor jegliche Betreuungsangebote abgelehnt haben oder als sehr schwierig gelten.
Das „Schwarze” ist eben nicht nur oberflächliche Beschäftigung, sondern ein Eintauchen in die Seele und ihrer Bedürfnisse. Ich mache mir – wie immer
– viel zu viele Gedanken. Aber das macht den Reiz für diesen Job aus. Mag das auch oft zu viel sein, so kann ich doch meine Grenzen erkennen und setze diese. Oft schweren Herzens.