Am ersten Tag habe ich auch einen Chip bekommen, der bisher nur die Funktion als Türöffner für Bereiche von Mitarbeitenden hat. Meine direkte Kollegin zur Einarbeitung bot mir einen Schlüsselanhänger dafür an – sie hatte da privat auf Vorrat einige besorgt. Hm ja, ich kenne es ja eher so, dass der Arbeitgeber für so etwas sorgt und hätte selbst kostengünstiger so etwas organisiert, aber ad hoc habe ich das Angebot angenommen. Es standen diverse Farben zur Auswahl. Zielsicher meinte meine Kollegin, dass ich ja schwarz nehmen würde. Dabei habe ich mich echt bemüht, nicht wie für mich üblich nur meist schwarze Kleidung zu tragen.
Über die Wirkung von Farben bin ich mir durchaus bewusst und habe mir dazu vorab einige Gedanken gemacht. Andererseits habe ich auch immer wieder Informationen erhalten, dass es vollkommen egal für die zu Betreuenden ist, wie die äußerliche Erscheinung ist – es kommt rein auf den persönlichen Kontakt an.
Letztendlich wird das demnächst soundso keine Rolle mehr spielen, da auch in der sozialen Betreuung Arbeitskleidung eigeführt wird. Petrol wird die Farbe sein. Das ist schon sehr im mögigen Bereich.
Durch meine Biografie (DDR-sozialisiert) habe ich massive Abneigungen von jeglicher Form von Uniformiertheit, aber mittlerweile kann ich mit so etwas wie vorgebener Dienstkleidung leben.
Das Schwarze wird mich aber auch trotz aller anderen Farben (ja, Schwarz ist keine Farbe) immer begleiten, auch wenn ich vielleicht wieder etwas bunter werde. Schwarz ist Heimat und beinhaltet alle Farben.