Inzwischen habe ich ad hoc meine erste Gruppenaktivität durchgeführt. Mit eher Null Vorbereitung ging es los mit einer von mir lose angedachten Aktivität. Ich wollte gern meine Erfahrungen als Grafikerin für die von mir konzipierten Rubrik „Damals” (mit Erinnerungsarbeit zu spezifischen Themen) der Bewohnerzeitung beim vorherigen Job real als Gruppenaktivität umsetzen. Das wurde als gut befunden. Und nun sollte ich dies gleich fast von einem Tag auf den anderen umsetzen. Also ohne überhaupt Zeit zu haben, mir zu überlegen, was ich thematisch machen möchte. Aber kein Problem – solche Situationen kenne ich schließlich. Und ich habe spontan als Thema Winterferien gewählt – mit Null Ahnung, wie das damals war. Etwas habe ich vorab recherchiert, einiges wusste ich – und los ging es mit einer eher zu vollen Gruppe nach vorheriger Werbung. Und es ist sehr gut angekommen. Es gab viel positives Feedback und den Wunsch, so etwas fortzusetzen. So etwas ist auf jeden Fall mein Ding. Ich finde es total spannend, was für Erinnerungen hervor gerufen wurden – mit manchen sehr bewegenden Erlebnissen.
Das ist auf jeden Fall das, was erfüllend an diesem für mich neuen Beruf ist. Schwer fällt mir indessen, motivierend sozusagen im Party-Modus unterwegs zu sein. Also irgendwelche Aktivitäten hierzu mit Mitklatsch-Musik oder wenn gern auch mal so Richtung Techno-Schlager von Betreuenden abgespielt wird und eher selbst dazu abgetanzt wird. Die Begeisterung dabei ist sicher für viele Bewohnende belebend, aber auch nicht für alle, was ich so mitbekommen habe. Vielleicht gibt es ja musikalisches Potenzial für klassische Musik, was mir lieber wäre. Andererseits gibt es genug andere Möglichkeiten für Aktivitäten.
Ich werde wohl nicht so ganz kompatibel bei einigen bisherigen Aktivitäten sein, aber dafür andere, bisher wohl eher vernachlässigte Aktivitäten bereichern. Mal sehen, wie sich das so einfügt – ich habe aber den Eidruck, dass dies durchaus erwünscht ist.

2026.01.24, 19:46 - C. Araxe
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