2024.05.13, 22:35 -
C. Araxe
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Montag, 13. Mai 2024
Geschützt: Zeit, unendlich viel Zeit
Überraschender Vater- und Muttertag sowie Gartengedöns
Auch wenn ich nun bald mehr als genug freie Tage haben werde, freute ich mich auf diesen offiziell freien Tag zu Christi Himmelfahrt, den ich ganz entspannt, aber nicht untätig größtenteils im Garten verbringen wollte, da passenderweise Tags zuvor endlich meine Pflanzenlieferung angekommen ist. Seit drei Jahren bestelle ich nämlich bei der Biogärtnerei Christian Herb im Allgäu einmal im Jahr zum Frühjahr hin einen Großteil meiner Pflanzen, Setzlinge und Samen. Ich bin wohl erstmals per Google auf diese Gärtnerei gestoßen, als ich auf der Suche nach speziellen Sorten in Bio-Qualität war. Vielfalt und Qualität überzeugen mich nach wie vor und so bin ich nun Stammkundin, da regional in direkter und gut erreichbarer Umgebung kein vergleichbares Angebot verfügbar ist. Anfangs war ich etwas skeptisch wegen der Versandzeit, aber das war bis jetzt kein Problem und all meine zukünftigen Gartenmitbewohner trafen wohlbehalten, verpackt in berauschend duftendem Heu, bei mir ein. Nur diesmal war DHL nicht so zuverlässig. Am Zustellungstag hatte ich extra meinen Arbeitsplatz am Küchentisch bezogen, weil ich von da aus die Straße im Blick habe. Ich sah sogar den DHL-Lieferwagen vorbei fahren, aber es gab keinen Stopp. Einige Zeit später dann diese Benachrichtigung: „Eigentlich sollte Ihr DHL Paket (DHL Sendung) bereits in der Zustellung sein. Leider kam es auf dem Transportweg jedoch zu unerwarteten Verzögerungen (z.B. durch Stau, technische Störungen, etc.)” Zum Glück war es noch nicht ganz so warm und bis auf eine Pflanze haben es alle anderen halbwegs gut überstanden, dass sie noch einen Tag länger in einem dunklen Paket verbringen mussten.
In aller Muße wollte ich mich nun diesen armen Seelen am Vatertag widmen und ihnen statt Himmelfahrt ein Heim in meinem Erdenreich bereiten. Kaum hatte ich dies getan (und eigentlich wollte ich anschließend noch einige andere Gartenarbeiten erledigen), rief mich das kleine Monster an. Es konnte seinen Vater nicht erreichen. Genau genommen war dieser anscheinend schon seit zwei Tagen nicht mehr online.
Wir sind zwar schon seit Ewigkeiten (über 20 Jahre) nicht mehr zusammen, stehen aber dennoch die ganze Zeit in engem Kontakt (der war zwischen uns zeitweise sogar intensiver als mit der eigenen Familie). Das war mir auch immer wichtig und ich habe mich massiv dafür eingesetzt, weil es für mich nach einer Trennung wichtig ist, dennoch gemeinsam als Eltern für das kleine Monster da zu sein. Und ebenso für den Expartner (so habe ich dann auch eine neue Wohnung organisiert). Gesundheitlich gab es im Laufe der Zeit jedoch einige massive Einschnitte beim Vater vom kleinen Monster und es war höchster Alarm angesagt. Klar, dass ich alles stehen und liegen ließ und sofort zu ihm fuhr. Das kleine Monster hatte noch ein altes Mobiltelefon, dass ich mitnahm, falls es nur daran liegen könnte. Die Schlüssel zur Wohnung seines Vaters wahren ebenfalls hier und ich nahm sie mit.
Ich rechnete echt mit dem Schlimmsten. Vor der Wohnungstür lag die Matte vom Saubermachen noch hochkant vor der Tür. Ich klingelte und nichts rührte sich. Herzklopfend klingelte ich ein zweites Mal. Zu meiner großen Erleichterung rappelte es in der Wohnung und der Vater vom kleinen Monster öffnete die Tür. Zum Glück war nur sein Mobiltelefon abhanden gekommen (verloren oder geklaut). Mit etwas Aufwand besorgte ich eine neue Prepaid-SIM-Card und half bei der Anmeldung sowie Einrichtung des „neuen” Mobiltelefons (super, dass das alte vom kleinen. Monster vorhanden war). Und schon war aus einem geruhsamen Tag ein sehr langer Tag mit viel Aufregung entstanden. Aber ich war sehr froh, als ich spät nächtens wieder zu Hause war und es echt nur um erfolgreiche Hilfestellung ging.
Am Muttertag gab es dann die nächste Überraschung – diesmal aber durchweg positiv. Das kleine Monster hatte mir via Fleurop einen Blumenstrauß geschickt. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Ein Anruf folgte (wie nicht nur an diesem Tag während seiner Reise) und ich habe mich herzlich bedankt. Hach ja, momentan ist mein Leben doch recht turbulent und an so etwas wie den Muttertag habe ich rein gar nicht gedacht. Ich freue mich jedenfalls sehr, dass ich so einen tollen Sohn habe und dabei ist diese Zuwendung am Muttertag nur ein i-Tüpfelchen.
2024.05.13, 21:27 -
C. Araxe
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Mittwoch, 8. Mai 2024
Grüße aus Paris
Nun habe ich endlich die erste Postkarte (mit dem Motiv aller Motive) vom kleinen Monster erhalten. Derzeit ist es mit einem gewonnen Interrailticket quer durch Europa für einen Monat unterwegs. Für ca. eine Woche weilte es in Paris und mit schon etwas Neid nahm ich teil an seiner Besichtigungen der Katakomben, die mir damals (leider immer noch fehlende Bilder, weil der Hoster sich verabschiedet hat, aber nun habe ich ja demnächst mehr Zeit, um auch hierbei vielleicht aktiv zu werden und händisch Bilder wieder neu zu implementieren) nicht möglich waren.
Inzwischen hatte es nach einer Woche Paris einen etwas längeren Aufenthalt in Marseille, welcher mir als nicht so empfehlenswert beschrieben wurde (war nämlich auf meiner Reiseliste), aber der Zwischenstopp in Nizza war dann wieder sehr schön. Nun ist das kleine Monster heute Abend in Milano eingetroffen und wird den Rest der Reise vornehmlich in Italien verbringen. Florenz, Venedig und vor allem Rom inklusive. Wir werden bei seiner Rückkehr nur einen knappen Tag daheim verbringen, denn dann werde auch ich Richtung Italien zu meinem Urlaub aufbrechen und werde Catania nebst Umgebung in Sizilien erkunden.
Ich habe schon die Info, dass es ein Mitbringsel aus Paris gibt (wohl aber nichts aus den Katakomben), gewünscht habe ich mir aber indes etwas Wasser aus Rom.
So oder so freue ich mich darüber, dass das kleine Monster bisher viele spanende Erlebnisse hatte und sicher noch haben wird. Und auch über das kurze Wiedersehen nach der Rückkehr. Aber jetzt wünsche ich dem kleinen Monster alles erdenklich Gute für seine weitere Reise!
2024.05.08, 21:49 -
C. Araxe
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Geschützt: Die lieben Kollegen, Teil 112
2024.05.08, 20:23 -
C. Araxe
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Samstag, 4. Mai 2024
Geschützt: Glücklich wie lange nicht mehr
2024.05.04, 0:03 -
C. Araxe
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Freitag, 26. April 2024
Meanwhile on Earth (Pendant ce temps sur Terre)
Frankreich, 2024
Regie: Jérémy Clapin
Darsteller: Sofia Lesaffre, Sam Louwyck, Megan Northam, Catherine Salée, Roman Williams

Elsa hat ihren älteren Bruder auf sehr ungewöhnliche Weise verloren. Dieser ist im All seit ein paar Jahren verschollen, als er an einer großen Weltraummission teilnahm. Das kreative Mädchen hat ihre Zukunftspläne nicht weiter verfolgen können, da sie permanent mit dem Schicksal ihres Bruders Franck beschäftigt ist und arbeitet nun in einem Altersheim. Sie ist zwar weiterhin noch nebenbei künstlerisch tätig, aber der Besuch einer Kunstschule ist in weite Ferne gerückt. Die Hoffnung, dass ihr Bruder noch lebt, gibt sie nie auf und eines Tages scheint diese Hoffnung in greifbarer Erfüllung, als Außerirdische Kontakt mit ihr aufnehmen. Aber diese stellen Bedingungen. Sehr krasse Bedingungen.
Bei diesem Sciencefiction-Drama, das teilweise sehr ruhig und realistisch, aber auch oft surreal und ebenso brutal blutig inszeniert ist, geht es weniger um das Genre Sciencefiction, sondern mehr darum, wie Trauer verarbeitet wird und was moralisch vertretbar ist. Hierbei ist es dann auch egal, was real ist. Nicht egal ist, dass bei den Thematiken viel Potenzial verschenkt wurde und der Film mitunter nicht so schlüssig ist. Aber sehenswert ist dieses Debüt auf jeden Fall. Visuell, schauspielerisch und gedanklich wird einiges geboten.
2024.04.26, 20:07 -
C. Araxe
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Donnerstag, 25. April 2024
Love Lies Bleeding
Großbritannien / USA, 2024
Regie: Rose Glass
Darsteller: Dave Franco, Ed Harris, Jena Malone, Katy M. O’Brian, Kristen Stewart

(Den Anfang habe ich leider verpasst, denn es gab schon wieder innerhalb kurzer Zeit eine Streckensperrung wegen spielender Kinder auf/an den Gleisen. Jemand meinte, dass in diesem Fall das kompromisslose Durchfahren doch ein guter Start für die Fantasy Filmfest Nights gewesen wären … Aber ich bin ja doch eher kinderfreundlich und nicht so die Splatterfreundin. Nervt natürlich trotzdem – vor allem, wenn es gleich am nächsten Tag das nächste Desaster gab und zwei Tage alle S-Bahn-Strecken rings um den Hauptbahnhof gesperrt waren. Von anderen Besuchenden habe ich erfahren, dass ich zumindest wohl genau richtig kam, als die Handlung des Films begann – zuvor wurden die einzelnen Charaktere vorgestellt. Das wäre sicher auch interessant gewesen, aber ist noch halbwegs verzichtbar. Aber nun zum Film.)
Jackie stammt aus ländlicher Gegend in Oklahoma und ist trampend nach Las Vegas zu einem Bodybuilder-Content unterwegs. In einem Kaff in New Mexico legt sie einen Stopp zum Geldverdienen ein. Nebenbei will sie auch weiter trainieren und landet in einem Fitness-Studio, in dem Lou mehr als missmutig jobbt. Der Laden gehört Lous kriminellen und die Kleinstadt beherrschenden Vater. Und ausgerechnet bei diesem fängt Jackie ihren Job an. So schnell, wie die beiden Frauen zueinander finden, so schnell entwickeln sich auch todbringende Abgründe, in die die beiden hineingeraten. Maßgeblich getragen von dem familiären Background von Lou, aber auch durch Steroide und Missverständnisse in ihrer Beziehung.
1989 spielt sich dies alles ab, als Bodybuilding noch einen ganz anderen Status hatte und lesbische Beziehungen im kleinstädtischen Umfeld problematisch waren – was heutzutage ja leider teilweise wieder zunimmt. Die doch recht originelle Geschichte, die hier erzählt wird, ist auf jeden Fall sehr stimmig umgesetzt und gekonnt werden auch surreale Szenen eingebaut. Die Hauptdarstellenden sind top. Es wird sich auch nicht gescheut, Sex und Brutalität sehr explizit zu zeigen – aber niveauvoill. So ist das vielleicht eher Hardcore, aber mit Anspruch und feministisch. Sehr sehenswert ist dieser Film definitiv.
2024.04.25, 17:53 -
C. Araxe
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Montag, 22. April 2024
Geschützt: Der Lauscher an der Wand …
2024.04.22, 22:11 -
C. Araxe
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Freitag, 12. April 2024
Ein Loblied auf die Freundschaft
Ich finde es einfach monstermäßig gut, dass ich freundesmäßigen Beistand habe, der mir immer zur Seite steht.
2024.04.12, 19:52 -
C. Araxe
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Samstag, 6. April 2024
Die 20er Jahre
Wenn davon die Rede ist, verbinde ich damit immer noch an erster Stelle die 1920er und nicht die Zeit, in der wir leben. Und ich war dann schon etwas verwundert, dass das beim kleinen Monster ganz anders aussieht, also vornehmlich die hiesige Zeit damit bei ihm gemeint ist.
Auch wenn ich die1920er nicht erlebt habe, ist der Mythos so präsent. Die „Goldenen”, die mit so viel sozialen Umbrüchen verbunden waren, die sowohl mit viel mehr Freiheit und Demokratie verbunden waren als auch mit tiefgreifenden Krisen.
Und die jetzigen 20er? Auch wenn die im vorherigen Jahrhundert schon sehr komplex waren – wird es im Rückblick für die hiesigen einen prägnanten Ausdruck dafür geben? Mir ist schon nichts Prägendes für die 0er und 10er Jahre bekannt. Beispielsweise musikalisch hört das für mich fast schon in den 80er Jahren auf – danach gab es nur Crossover und Recyceltes, nichts wirklich Neues.
Sicher hat sich einiges getan, wie z. B. der bewusstere Umgang mit Sprache (auch wenn PC aus meiner Sicht teilweise etwas überambitioniert ist, finde ich es doch wichtig, dass man sich seiner Wortwahl bewusster ist). Aber was die jetzigen 20er sind, könnte ich nicht mit ein, zwei Worten zusammenfassen.
2024.04.06, 23:21 -
C. Araxe
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