Knapp 4 Tage:
2019.01.21, 17:35 -
C. Araxe
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Montag, 21. Januar 2019
Knapp 4 Tage:
2019.01.21, 17:35 -
C. Araxe
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Reichlich verspätet bin ich heute Nacht angekommen, aber so richtig angekommen bin ich noch nicht. Momentan herrscht jedoch nur ein Gefühl vor: müde. Ich weiß jetzt auch wieder ganz genau, warum ein Kurzurlaub so heißt – weil er nämlich kurz ist. Um die kurze Zeit besser zu nutzen hieß das Motto „Schlafen kann man auch Zuhause”. Aber erst einmal startet gleich eine neue Arbeitswoche. Schlafen geht also erst später. Und einen Bericht über meinen Aufenthalt in London zu schreiben geht wohl erst noch viel später.
2019.01.21, 8:17 -
C. Araxe
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Dienstag, 15. Januar 2019
Großbritannien, 2018
Regie: Kristoffer Nyholm
Darsteller: Gerard Butler, Gary Lewis, Peter Mullan, Ólafur Darri Ólafsson, Connor Swindells

Drei Leuchtturmwärter treten ihren mehrwöchigen Dienst auf den unbewohnten schottischen Flannan Isles an. Der junge unbekümmerte Donald, der mitten im Leben stehende James und der ältere Thomas, der schon einiges mitgemacht hat. In der rauen Einöde gibt es außer der alltäglichen Arbeitsroutine kaum mehr – ein paar Späße hier, ein geselliges abendliches Zusammensein dort und das war es dann auch schon an Abwechslung. Bis eine Entdeckung nach einem schweren Sturm alles ändert. Nun wird es nicht nur für die Drei sondern auch für den Zuschauer spannend. Jedoch handelt es sich bei diesem Film, der von dem realen Verschwinden dreier Leuchtturmwärter im Jahre 1900 an eben diesem Ort inspiriert wurde, weniger (oder nicht nur) um einen Thriller, sondern eher um ein psychologisch ausgefeiltes Drama. Und es sind nicht nur die drei Hauptdarsteller, die beeindrucken – die Landschaftsaufnahmen kann man als vierten Hauptdarsteller voll und ganz dazuzählen. Von Anfang an gibt es eine dichte Atmosphäre, die bei jedem, der die Kargheit dieser Landstriche (ich zähle z. B. Irland auch einfach mal dazu) kennen und lieben gelernt hat, tiefste Sehnsucht hervorruft. Wenn man dann auch noch beispielsweise etwas mit Dostojewskis „Schuld und Sühne” anfangen kann, sich für den tiefen Blick in menschliche Abgründe interessiert, ist man hier genau richtig.
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2019.01.15, 20:31 -
C. Araxe
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Südkorea, 2018
Regie: Lee Chang-dong
Darsteller: Choi Seung-ho, Jun Jong-seo, Kim Soo-kyung, Steven Yeun, Yoo Ah-in

Jong-su träumt von einer Schriftstellerkarriere ist aber gezwungen, sich zunächst einmal um den heruntergekommenen Hof seines verhafteten Vaters zu kümmern. In der nahe gelegenen Stadt erkennt ihn zufällig Hae-mi wieder, die ihn seit Kindheitstagen vom Heimatdorf her kennt. Früher war sie ein unscheinbares Mauerblümchen, nun ist sie eine selbstbewusste junge Frau. Ehe sich der gar nicht so interessierte und recht unbeholfene Jong-su versieht, hat sie ihn verführt. Und kaum hat sie sein Interesse geweckt, ist Hae-mi auch schon wieder verschwunden. Als sie von ihrer Reise aus Afrika zurückkehrt, kommt sie nicht allein, sondern in Begleitung des mysteriösen und wohlhabenden Ben. Auf ruhige, aber bannende Art erzählt nehmen die rätselhaften Ereignisse und möglichen Blickweisen des Gezeigten zu. Verfilmt wurde die Kurzgeschichte „Scheunenabbrennen” von Haruki Murakami, welche ich nicht kenne – der Stil des Autors wurde aber sehr gut wiedergegeben. Poetisches, Surreales, Philosophisches und mehr vermengt sich in diesem Film zu etwas, das man nicht mehr klar definieren kann. Aber es brennt sich ein.
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2019.01.15, 19:16 -
C. Araxe
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Neuseeland, 2018
Regie: Ashim Ahluwalia, Can Evrenol, Severin Fiala, Veronika Franz, Katrin Gebbe, Calvin Reeder, Agnieszka Smoczynska, Peter Strickland, Yannis Veslemes
Darsteller: Claude Duhamel, Lili Epply, Paul Ford, Károly Hajduk, Marlene Hauser, Kannon Hicks, Péter Jankovics, Andrzej Konopka, László Konter, Sureyya Kucuk, Birgit Minichmayr, Fatma Mohamed, Sarah Navratil, Luzia Oppermann, Naz Sayiner, Thomas Schubert, Niharika Singh, Jilon VanOver

Man nehme knapp zwei Hände voll Regisseure, die sich teilweise in Insiderkreisen schon einen Ruf erarbeitet haben, der darauf schließen lässt, dass sie sich mit Abgründigem auskennen und lasse sie volkstümliche Märchen, Mythen und Sagen verfilmen. Katrin Gebbe („Tore tanzt”) und vor allem Peter Strickland („Berberian Sound Studio” oder „The Duke of Burgundy”) waren nach anfänglichem Zögern dann für mich Referenz genug, um diesem Führer zum Bösen oder vielmehr uralten Ängsten quer über den Erdball zu folgen: „Die Trud” aus Österreich, „Al Karısı” aus der Türkei, „The Kindler and The Virgin” aus Polen, „What Ever Happened to Panagas the Pagan” aus Griechenland, „The Melon Heads” aus den USA, „Palace of Horrors” aus Indien, „A Nocturnal Breath” aus Deutschland und „The Cobblers’ Lot” aus Ungarn. Bei den jeweils zehnminütigen Beiträgen waren einige Leckerbissen dabei und auch wenn nicht alle vollkommen überzeugen konnten, so waren doch alle auf jeden Fall sehenswert.
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2019.01.15, 18:21 -
C. Araxe
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Sonntag, 13. Januar 2019
Großbritannien / Irland / USA, 2018
Regie: Yorgos Lanthimos
Darsteller: Joe Alwyn, Olivia Colman, Mark Gatiss, Nicholas Hoult, Emma Stone, Rachel Weisz

Die vor drei Jahren bei den Fantasy Filmfest Nights gezeigte Gesellschaftssatire The Lobster desselben Regisseurs sorgte dafür, dass ich blindlings diesen Film sofort in meine Auswahl aufnahm und ich mich auf dieses neue Werk von Yorgos Lanthimos am meisten freute (noch bin ich leider nicht dazu gekommen, weitere Filme anzusehen, aber das wird nun ganz sicher nachgeholt). Um es schon kurz vorab zu sagen: meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht! Auch wenn die absurden Elemente etwas zu kurz kommen, so handelt es sich hierbei wiederum um eine bitterböse, mit scharfer Zunge geführte Gesellschaftskritik, die diesmal als Historienfilm verpackt ist. Das Leben – Intrigen noch und nöcher. Die Königin ist nicht nur von den Ränkespielen überfordert, es gilt auch kriegsentscheidende Urteile zu fällen. Gesundheitlich angeschlagen und soundso recht lust- und planlos, was das Regieren betrifft, überlässt sie die meisten Entscheidungen ihrer Beraterin Lady Sarah Churchill, der Herzogin von Marlborough, die sie seit frühen Kindertagen kennt und die weitaus mehr als ihre Vertraute ist. Als deren verarmte Cousine Herzogin Abigail am Hof auftaucht, dreht sich das Intrigenkarussell auf immer schnellere und groteskere Weise dem Irrsinn entgegen. Was für ein Spaß! Und wie entlarvend! Denn bei dieser tumben, äußerst launischen Königin und ihrem Hofstaat muss man unweigerlich an die Gegenwart denken.
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2019.01.13, 15:43 -
C. Araxe
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USA, 2018
Regie: Bill Oliver
Darsteller: Matt Bomer, Patricia Clarkson, Ansel Elgort, Suki Waterhouse

Jonathan arbeitet tagsüber in einem Architekturbüro. Wenn er danach in seine sehr clean wirkende Wohnung kommt, macht er nicht mehr viel außer etwas zu kochen und anschließend zu schlafen, denn sein Tag hat nur 12 Stunden. Die restlichen nächtlichen 12 Stunden gehört sein Körper einem anderen und zwar seinem Bruder John. Per Videobotschaften tauschen sie sich aus und berichten von ihrem Leben in der jeweils anderen Tageshälfte. Führt Jonathan im Hellen ein recht spießiges und langweiliges Leben, so ist John im Dunklen kein Kind von Traurigkeit. Diese zeitliche Teilung des Körpers klappt zunächst recht gut – die Leben beider Brüder sind klar voneinander getrennt. Nach und nach ändert sich dies jedoch… Logik darf man bei der Konstruktion dieses Science-Fiction-Dramas nicht sehr viel erwarten, dafür um so mehr Feingefühl beim Erforschen der verschiedenen Seelenzustände und eine sehr starke Darstellung dieser durch den Hauptdarsteller. Dr. Jekyll und Mr. Hyde erscheinen hier in einem zeitgemäßen Gewand, das sowohl der gegenwärtigen Gesellschaft als auch der klassischen Thematik sehr gut passt. Trotz der langsamen, unterkühlten Inszenierung ist dieser Film durchaus auch sehr spannend und vor allem sehr berührend – wenn man sich darauf einlässt.
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2019.01.13, 10:59 -
C. Araxe
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Samstag, 12. Januar 2019
Heute startete der kleine winterliche Ableger des Fantasy Filmfests, die White Nights. Im Programm sind einige Filme, auf die ich vorab schon sehr gespannt war. Sämtliche Karten hatte ich nicht nur für mich, sondern auch für zwei Freunde schon lange vorher besorgt. Dem Start gleich mit dem ersten Film stand also nichts mehr im Weg. Außer dem Umstand, dass beim Griff in meine Tasche mein Portemonnaie nicht mehr da war… Mir fiel ein, dass ich es am Abend zuvor herausgenommen haben könnte. Könnte. Aber selbst wenn es im heimischen Gruselkabinett zu finden wäre, hätte man keine Karten vor Ort im Kino. Dieses Problem erschien mir erst einmal wichtiger, als den Verbleib meines Portemonnaies zu klären und so wandte ich mich an einen der Veranstalter. Meine Aussage wurde als glaubwürdig befunden und so kamen wir ohne Karten hinein. Zum Film später mehr – ich habe es jedenfalls geschafft, mich auf den Film zu konzentrieren und mich gefreut, dass er mir nicht entgangen ist. Aber danach wollte ich vor dem nächsten Film dann doch sehr schnell nach Hause… Mittlerweile trat das Kopfkino in volle Aktion. Auch wenn ich mir ziemlich sicher war – was, wenn nicht? Tja, ich hatte dann doch wieder mal recht…
2019.01.12, 22:36 -
C. Araxe
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Montag, 7. Januar 2019
Heute war nun für mich der erste Arbeitstag in diesem Jahr und nach ziemlich tiefenentspannter Zeit fiel mir wieder so nach und nach ein wie der letzte Arbeitstag im vergangenen Jahr verlief – nämlich nicht so entspannt. Vielen Leuten ist ja vieles egal, insbesondere wenn es ums Berufsleben geht – Hauptsache ’ne ruhige Kugel schieben. Nicht dass ich mich als Workaholic bezeichnen würde – ganz genau weil es nicht so ist habe ich auch meine Arbeitszeit verkürzt –, aber wenn ich etwas mache, dann mache ich es richtig. Und ich lege mich dann auch schnell mal mit Leuten an, die nur dumpfes Ausführen ihrer Wünsche erwarten. Vollkommen unabhängig davon, um welche Position es sich handelt – betrifft das vornehmlich meine fachlichen Kompetenzen, kann man davon ausgehen, dass ich da – nun ja – etwas anstrengend sein kann (euphemistisch ausgedrückt). Mit diesem widerborstigen Verhalten mache ich es mir oft nicht leicht. Andererseits wird genau dieses teilweise von Anfang an, teilweise erst nach einiger Zeit (wenn erkannt wird, wo meine Intentionen liegen) geschätzt. Meine Chefin ist da recht vorsichtig, versucht mich etwas zu zähmen, steht aber letztendlich hinter mir. Der Konzernobercheffe ist da direkter und nicht nur in diesem Fall. Zumindest wurde mir hierbei berichtet, dass bei ihm versucht wurde, sich über mich zu beschweren. Also es blieb dann eher bei dem Versuch. Und einem Zurechtweisen, dass es sich dabei sozusagen um berechtigte Renitenz handelt, da dass eben auch genau mein Job ist. Etwas Gedanken mache ich mir da allerdings immer noch, denn es geht mir nicht um ein Schlachtfeld, bei dem einer als Sieger hervorgeht, sondern dann letztendlich um gute Zusammenarbeit. Mal sehen, wie das weiterläuft – bisher ruht dieses erst so eilige Projekt bzw. es gab kein weiteres Feedback. (Nur dass ich gehört habe, dass diese aus meiner Sicht unprofessionellen Wünsche bei einer Präsentation nicht so gut ankamen.) Es ist schon etwas her, da gab es ähnliche Problematiken mit einem Geschäftsführer. Probleme hatte nicht nur ich, sondern hatten bzw. haben immer noch viele andere. Mir gegenüber äußert er dann aber inzwischen solche Aussagen, dass er zufrieden ist, wenn ich es bin… Weniger, weil ich ihn mürbe genervt habe, sondern eher, weil er meiner fachlichen Expertise mittlerweile vertraut. So oder so (also nicht nur in leitender Position) kann ich nicht nachvollziehen, dass man meint alles (besser) zu wissen. Ist doch effektiver, sich auf das jeweilige Know-how zu verlassen, als dieses als ’ne omnipräsente One-Man-Show abzuziehen. Egal – ich bin gespannt wie sich das entwickelt und ich bin auch nicht diejenige, die cholerisch rumbrüllt und wilde Drohungen ausstößt. Obwohl…? Wenn, dann… Ach, nee – es gibt schönere Sachen, um wild zu sein. Eines werde ich aber ganz bestimmt nie machen und erst recht nicht, wenn das jemand verlangt: Klappe halten, nicht denken und unter diesen Gegebenheiten einfach machen, was verlangt wird. Und jenseits was Jobmäßiges betrifft erst recht oder vielmehr genau so.
2019.01.07, 20:42 -
C. Araxe
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Freitag, 4. Januar 2019
Nachdem ich mich relativ kurz entschlossen habe demnächst, oder vielmehr sehr bald, nach London zu reisen war ich dann doch etwas erstaunt, als ich mich mit meinem sehr nahen und langjährigen Freundeskreis austauschte. Zu dieser Party, die ja so der Arschkick für mich war, mal wieder nach Ewigkeiten London aufzusuchen, wäre es durchaus vollkommen O.K. gewesen im Schlepptau noch mehr Gäste mitzunehmen. Mir war schon klar, dass nicht jeder ad hoc mal eben so nach London reist – zeitlich, finanziell (die Flugpreise sind allerdings teilweise ein Witz) – das ist eben nicht einfach so machbar. Was mir aber überhaupt nicht bewusst war, war dass eben meine nächsten Freunde noch nie in London waren. Man kennt sich über Jahrzehnte. Die (inzwischen abhanden gekommenden) Freunde, mit denen ich mal in London war ebenso. Und damals (in den 90ern, davor ging es bei mir ja eh nicht) fuhren irgendwie alle Leute in meinem Umkreis nach London. Die harte Tour mit Rainbow… Nun ja, dann aber eben doch nicht alle, wie ich jetzt feststellte. Hin oder her – es macht ja doch keinen Sinn, mal eben so (zumindest ist es auch aus meiner Sicht nicht selbstverständlich, mehr oder weniger ungeplant nach London zu jetten) und dann ziemlich verschiedene Ziele vor Augen hat, also doch mehr das übliche Sightseeing (nachvollziehbar, wenn man noch nie da war) in Anspruch nehmen will oder eher etwas spezieller unterwegs sein will (nachvollziehbar, wenn man schon mal da war). Aber egal, dann bin ich eben größtenteils allein unterwegs. Wenn auch nicht ganz so allein, denn am ersten Abend werde ich dann auch gleich meine Bekannten dort treffen und ich bin schon sehr gespannt auf ihr Londoner Domizil. Und noch mehr auf London überhaupt.
2019.01.04, 23:16 -
C. Araxe
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