
Gibt’s hier heute auch …
2006.03.05, 17:33 -
C. Araxe
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Samstag, 4. März 2006
Endlich wieder mal ein paar Tage nur für mich. Ich genieße es, dass ich nur mir selbst verpflichtet bin, was in der Praxis heißt, dass ich rein gar nichts tun muss. Und es sah auch ganz danach aus, dass ich nichts tun würde. Dann raffe ich mich aber doch noch auf und gehe spätentschlossen zum Restegucken auf den Ramsch-Flohmarkt. Ich finde sogar noch ein paar Rahmen für die Berliner Schmuckstücke und außerdem befindet sich nun das zehnte (oder so) Lexikon für Symbolik im Gruselkabinett.
Dann verzweifel ich wieder etwas an der Menschheit. Mit bemitleidendem Blick sehe ich wie ein Teddy unter höhnischem Grinsen verbrannt wird. Ich konnte Grausamkeiten gegenüber Plüschtieren (und echten Tieren soundso) schon als Kind nicht ausstehen. Gegenüber der erwachsenen Spezies Mensch habe ich dagegen weitaus weniger Erbarmen.
Trotzdem es heute wieder geschneit hat, merke ich deutlich, dass es Frühling wird – ich bin nur noch müde.
2006.03.04, 19:35 -
C. Araxe
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Donnerstag, 2. März 2006
Tür zu. Telefon nicht beachten. Lass die Winde wehen und am Fenster rütteln. Hier kommt niemand rein. Sprich mit niemanden, nur der fragile Online-Pfad wird begangen, mit dem man keinerlei Verpflichtungen eingeht. Man antwortet, wenn man es denn will und über allem schwebt nur eines: Distanz, Distanz, Distanz. Ich bin nicht hier und auch nicht dort. Ich lasse mich nicht finden. Bleierne Mauern umgeben mich und niemand durchdringt sie. Von weiter Ferne nehme ich alles wahr, aber es berührt mich nicht. Distanz, Distanz, Distanz. All die Worte, die nichts zu sagen haben. Und dabei können Worte so göttlich sein. Mehr noch, was zwischen den Worten steht. Eine Sprache, die dem Vergessen anheim fällt. Nur wenige verstehen sie noch. Die Mauern sind hoch. Distanz, Distanz, Distanz …
2006.03.02, 18:44 -
C. Araxe
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Den Körper aufreißen, die linke Hand tief in den Leib tauchen, in die Eingeweide vergraben, dort wo es warm ist und noch zuckt. Die Hand voller Blut hervorziehen. Sie innig ableckend, das Leben kosten.

Sacrosancts bleed
(In Slaughter Natives)
2006.03.02, 9:19 -
C. Araxe
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Mittwoch, 1. März 2006
Eine Stadt versinkt im Müll… Der nun zwei Wochen währende Streik der hiesigen Müllabfuhr hinterlässt seine Spuren. Und ich finde diesen Streik gut. Nicht nur, weil ich meine, dass man das Recht haben sollte, sich für seine Belange einzusetzen und nicht immer alles stillschweigend zu schlucken, sondern vor allem, weil sich zu den Müllbeutelstapeln und deren zugegebenermaßen weniger schön anzusehender Inhalt, der sich ebenfalls ausbreitet, auch noch allerlei andere Sachen gesellen. Und da wird es dann interessant. Richtig spannend wird es aber erst auf bzw. vor den Recyclinghöfen oder auch bei den Plätzen für Altglas und Altpapier, bei denen sich inzwischen auch alles Mögliche und Unmögliche tummelt. Da schlägt das Sammler- und Jägerherz gleich noch mal höher. Für mich ist da zwar weniger dabei, was man noch für seine eigentliche Nutzfunktion gebrauchen könnte, aber Material zum Basteln findet sich en masse. Aber bald ist es damit schon wieder vorbei, so wie es momentan aussieht.
2006.03.01, 14:43 -
C. Araxe
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