Samstag, 17. März 2007


Irgendwo, irgendwann

Nachts, wenn die Autos über den nassen Asphalt schlittern, der Regen von oben und allen Seiten auf mich nieder prasselt. Der Wind sich mir entgegenstemmt, genauso wie ich ihm. Wir messen unsere Kräfte und lachen wie man nur tiefnächtens lacht, wenn keiner einem zuhört oder es einfach egal ist. Wenn sich das Wochenende in einer Großstadt ankündigt, sind soundso nur Verrückte unterwegs. Aber die kleinen Fluchten interessieren mich nicht, auch wenn ich sie ebenso schätze. Nur heimwärts zieht es mich. Und ich finde es schon unterwegs. Die Regentropfen im Gesicht – mehr Heim scheint mir unvorstellbar.

- 2007.03.17, 3:09
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15 Responses to Irgendwo, irgendwann

  1. Orinoko sagt:

    Gerade weil ich es kenne weiss ich, daß man es nur allein geniessen kann. Zu Zweit wird die Situation totgequatscht, nach der Befindlichkeit gefragt und auf baldige Trocknung bei heissem Kakao vertröstet.

  2. Immerhin sind Sie daheim angekommen.

  3. waschsalon sagt:

    nachts bei regen autofahren macht mich immer völlig cremig. irgendwann sieht man nur noch tausend kleine lichttropfen.

  4. pollon sagt:

    Oh, aus dem nichts lachende Passanten gibts nicht nur nachts…
    Stimmt aber, am Wochenende ist es nachts ziemlich entsetzlich auf den Straßen. Da freut man sich dann auch über den Regen.

  5. sokrates2005 sagt:

    Sie werden ja … immer poetischer. Ich trau mich selbst schon nix mehr schreiben, weil ihr alle die Anforderungen an einen neuen Beitrag so in die Höhe schraubt! 😉

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