2024 war für mich ein sehr herausforderndes Jahr gewesen, bei dem vor allem durch die Kündigung meines Jobs einige massive Veränderungen entstanden. Berufliche Arbeit (oder eben auch keine) ist zwar nicht das Leben – zumindest nicht bei mir –, bestimmt aber doch einen maßgeblichen Teil des Lebens. Und durch meinen dadurch feststehenden Entschluss, dass ich einen kompletten beruflichen Neustart will, wurde es nun 2025 damit Ernst, diesen umzusetzen. Mit 50+ kein leichter Schritt. Aber zunächst hatte ich ja noch etwas freie Zeit, die ich ausgiebig nutzte. 
Viele Projekte in Haus und Garten wurden realisiert. Zunächst die sehr aufwändige Renovierung des Flurs im Erdgeschoss und der Treppe. (Eine Freundin meinte mal, dass bei meinen Renovierungen hinterher alles älter aussieht – im positiven Sinne.) Endlich wurde auch zumindest ansatzweise die Elektrik im Haus erneuert, wofür recht viel Vorarbeit bei der Planung notwendig war. Die schon vorher von mir installierte Solaranlage wurde ebenfalls in Betrieb genommen, nachdem ich selbst außen die Kabel marder- und witterungsbeständig verlegt habe und einen smarten Speicher nutze, wodurch die bAnlage als anmeldefreundliches BKW durchgeht. Die schwere oder vielmehr schwergewichtige (Verschieben der Beton-Mülltonnenbox) Umgestaltung des Vorgartens wurde im ersten Schritt erledigt. Und nebenbei x andere Sachen, die sich mit Haus und Garten eben so ergeben.
Neben dem wunderbaren, wenn auch nicht ungetrübten, Urlaub an der Côte d’Azur gab es kürzere Ausflüge nach Berlin oder an die Ostsee sowie einige Wanderungen in näherer Umgebung. 
Ich habe einige schöne Konzerte genossen, interessante Ausstellungen besucht, viele gute Filme auf großer Leinwand gesehen und bewegende Theatervorstellungen erlebt. Sehr schön, wenn man dies und noch so viel mehr mit Familie und Freunden teilen kann.
Mein Gartenjahr war diesmal eher suboptimal – oft viel zu kalt und viel zu viel Regen mitten im Sommer, aber trotzdem gab es einiges zu ernten. 
Einen großen Teil des Jahres bestimmte nach der freien Zeit (oder auch schon währenddessen) meine berufliche Neuorientierung, die Qualifizierung hierzu und die anschließende Jobsuche. Eigentlich lief alles doch recht gut nach Plan, gestaltete sich aber bei Letzterem schwieriger als gedacht. Nun ist aber ab 15. Januar 2026 ein Arbeitsplatz mit meinem neuen Beruf als Betreuungskraft mehr als sicher (mit dem Unterschreiben des Arbeitsvertrages zieht es sich noch etwas hin, weil dieser noch durch den Betriebsrat genehmigt werden muss, aber ich wurde schon als neue Kollegin angekündigt) und das auch noch recht nah dran. Leider mit recht kurzer Arbeitszeit, was finanziell gerade noch O.K. ist, aber eben auch mehr Freizeit bedeutet und die Möglichkeit bietet, nebenbei noch anderweitig Geld zu verdienen. Darauf freue ich mich jedenfalls schon sehr, weil ansonsten so ziemlich alles passt
Persönlich sieht das alles also recht gut aus, wenn ich auf das kommende Jahr blicke. Wenn ich aber allgemein auf das Jahr 2025 zurückblicke, finde ich die Lage mehr als düster. Besonders den Rechtsdrall mit extremen Tendenzen. In Bezug auf Ostdeutschland spricht man schon von der Rückkehr der Baseballschlägerjahre – ich habe die Zeit am Anfang nach der Wende erlebt und war heilfroh, dass ich dann in Hamburg dieser massiven Bedrohung nicht mehr ausgesetzt war. Ich finde es total erschreckend, wie sich rechtsextreme Gedanken und Taten wieder ausbreiten.
Autokratien sind auf dem Vormarsch und jeder sollte erkennen, was das bedeutet. Insbesondere wenn KI genutzt wird. Um so wichtiger ist es jetzt, Demokratie zu stärken. Und auch nur so hat Klimaschutz eine Chance.

Ich wünsche allen trotz der äußeren Umstände viel Kraft, Erfolg und Freude für

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