Sonntag, 8. April 2018


Im Reiche des Stumpfsinns

Eigentlich wundere ich mich kaum mehr über etwas – oder genauer gesagt, was menschliche Verhaltens- bzw. Denkweisen betrifft. Meist sehe ich das in Relation zu den Gegebenheiten und erübrige nicht einmal ein Schulterzucken. Who cares? Menschen sind halt verschieden. Manchmal bin ich dann aber doch erstaunt wie wenig Realitätssinn manche Menschen haben, wie wenig sie zu Reflexionen (gegenüber sich selbst als auch anderen) fähig sind – nämlich gar nicht und kognitive Fähigkeiten quasi nicht vorhanden sind. Und dabei durchaus mehr oder weniger anspruchsvollen Tätigkeiten nachgehen, also schon ein gewisses Bildungsniveau vorhanden ist. Es bedarf doch keiner hellseherischen Kenntnisse, um einfach grundlegende Sachverhalte zu erkennen, oder? Ja, gut – auch dass es das gibt ist mir dann trotzdem bekannt. Aber mitunter wundere ich mich dennoch darüber und das, obwohl ich dies größtenteils genauso vorab geahnt habe. Irgendwie kann ich es einfach nicht lassen, an das Gute im Menschen zu glauben und sei es nur in Nanoeinheiten vorhanden.

- 2018.04.08, 22:03
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20 Responses to Im Reiche des Stumpfsinns

  1. Irgendwie wäre die Welt ein wirklich gruseliger Ort, wenn man nicht mehr an etwas Gutes im Menschen glauben könnte – und sei es auch nur latent und tief vergraben vorhanden. Wobei kognitive Fähigkeiten da nicht unbedingt etwas über menschliche Qualitäten aussagen müssen.

    • C. Araxe sagt:

      Das ist noch ein anderes Thema, was menschliche Qualitäten betrifft. Ein im Grunde herzensguter Mensch kann so viel falsch machen, weil ihm die kognitiven Fähigkeiten fehlen. Das ist für mich nachvollziehbar. Wenn aber jemand, der diesbezüglich eigentlich mehr Potential haben müsste/könnte so agiert, dann sind die menschlichen Qualitäten auch nicht so wirklich – ähm – optimal vorhanden. Aber Sie schrieben ja auch „nicht unbedingt”.

    • Anders herum sehe ich auch manchmal total verkopfte Menschen, die Logik und Verstand hochhalten, aber dabei größtenteils die Verbindung zu ihrer Intuition und zu ihren Gefühlen verloren haben und damit ebenso großen Schaden anrichten können, auch für andere. Es kommt wahrscheinlich doch vor allem auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Herz und Kopf an.

    • C. Araxe sagt:

      Tja, und wenn man bei beidem (Herz und Kopf) jeweils zu Extremen neigt, verstehen dass dann weder Herz- noch Kopfmenschen, auch wenn man für sich selbst ein halbwegs ausgeglichenes Verhältnis geschaffen hat, was in dem Sinne keine egalitäre Mitte ist, sondern beides vereint.

  2. Ist Ihr Beitrag jetzt eine Vorabkritik des bald erscheinenden St. Michael Front Albums oder hab ich da was falsch verstanden?

  3. manchmal sieht man auch nur das, was man sehen will.
    du solltest deine negative betrachtung mit einem beispiel unterfüttern – das würde es für mich nachvollziehbarer machen.

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