Montag, 26. Juni 2006


Regenmacher

Sengende Hitze. Die Luft flimmert. Die Trommeln werden ekstatisch geschlagen und die Tänzer wirbeln durch den Staub. Voodoo-Gesänge wenden sich an Simbi.

Das war gestern als die Sonne hoch am Himmel stand. Doch Simbi ist ein zurückgezogener Geist und liebt die Einsamkeit. Und so ließ er sich heute Nacht nur kurz blicken. Ein dumpfes Grollen, ein paar nachlässige Blitze, ein sanfter Regenguss – die Schwüle blieb. Aber nun, Tropfen für Tropfen, wird diese zurückgedrängt.

- 2006.06.26, 9:36
24 Kommentare - Kommentar verfassen



24 Responses to Regenmacher

  1. jaaaah!! ich bestelle sie hiermit für unser dorf !! was für ein gelungenes foto. und den rhythmus kann ich hören 🙂

    • C. Araxe sagt:

      Die können Sie wirklich buchen. :·)

      Der „Golden Youth Club“ wurde 2001 in den ärmeren Vierteln von Winterveld (bei Pretoria) von Johanna Mahlangu gegründet. Sie war damals 22 Jahre alt, galt aber schon seit ihrer Kindheit als Organisationstalent. Sie ist eine harte Arbeiterin, die als sehr geduldig aber ebenso verbindlich und bestimmt gilt.
      Johanna Mahlangu will mit kultureller Arbeit die Vielfalt der Kulturen in Südafrika aufzeigen. Die unterschiedlichen Sprachen, Bräuche, Kleidungsformen, Ernährungsweisen und auch die Religionen und Sitten anderer Völker in Südafrika kennen zu lernen, soll vor allem den jungen SüdafrikanerInnen das Bewusstsein für ihr kulturelles Erbe schärfen. Dabei will sie den jungen Menschen die Möglichkeit geben, Gefühle in einer positiven Form zu äußern und die vorhandenen Talente weiter zu entwickeln.
      Der „Golden Youth Club“ besteht aus 25 – 30 Kindern und Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien. Sie wollen ihr Leben selbst in die Hand nehmen und dabei vor allem ihre vorhandenen Talente nutzen und ihre Persönlichkeit und Fähigkeiten weiter entwickeln.

    • danke für denn interessanten hinweis. kommerzialisierung heidnischer bräuche und naturvölkerbergabung ist nicht wirklich meine welt, obwohl ich es legitim finde. leider geht manchmal mit dem geld auch die ursprünglichkeit verloren 🙁

    • C. Araxe sagt:

      Gerade bei diesem Projekt würde ich nicht von Kommerzialisierung reden. Unterstützt wird es von UNESCO und UNICEF sowie diversen anderen engagierten Vereinigungen. Kommerz steht da aus meiner Sicht nicht im Vordergrund. Sondern wirklich aktive Hilfe und eine Begegnung auf Augenhöhe mit anderen Kulturen. Natürlich kann man bei so einer Aufführung nur einen kleinen Einblick gewähren und es somit als Verflachung bezeichnen, aber es wäre wohl doch etwas zu viel verlangt, wenn so ein Programm allumfassend sein sollte.

    • dem stimme ich allerdings zu 🙂

  2. sokrates2005 sagt:

    Sie … haben´s auch nicht so mit der Hitze oder täuscht das? *g*

  3. graefin sagt:

    Ist die Schwüle bei ihnen wirklich zurückgegangen? Habe das Gefühl es ist eher noch schlimmer geworden.
    So langsam bin ich dankbar, dass ich gestern arbeiten musste und eine – wenn auch nicht wirklich effiziente – Klimaanlage hatte.

  4. anna25bell sagt:

    du könntest mir die Rehenmacher auch mal vorbei schicken !

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