2022.07.19, 21:45 -
C. Araxe
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Dienstag, 19. Juli 2022
Geschützt: Die lieben Kollegen, Teil 103
Mehr Hitze bei der Hitze
Für zum Glück nur zwei Tage sind hier sehr heiße Temperaturen angesagt. Heute waren es 36 °C und morgen sollen es 38 °C werden. (Edit: Es wurden 40 °C!!!) An beiden Tagen habe ich nun Homeoffice genommen. Unser Büro hat keine Klimaanlage und vor allem die Hin- und Rückfahrt dürfte in der stets überfüllten S-Bahn einen Saunabesuch übertreffen.
Im Januar hatte ich mir ja mein Homeoffice im Keller eingerichtet und eigentlich damit gerechnet, dass ich im Sommer dieses überhaupt nicht mehr nutzen würde, aber nun haben wir erfreulicherweise ein hybrides Arbeitsmodell. Damals wäre ich wohl nie auf den Gedanken gekommen, dass ich bei einer Möglichkeit, im Sommer daheim arbeiten zu können, den Keller vorziehen würde … Nun war ich froh, mich in den im Sommer kühlen Keller zurückziehen zu können. Draußen zeigte das Thermometer in der Sonne indes am späten Nachmittag 47 °C an! Leider habe ich zu früherer Zeit nicht darauf geachtet, wenn ich kurz mal während der Arbeitszeit rausging (da die Fellmonster sich lieber draußen – wenn auch im Schatten – aufhalten wollten, habe ich noch ein paar Trinkwassernäpfe verteilt sowie auch mal so ab und zu mal nachgeschaut, wie es ihnen geht), kam mir eine solche Hitzewalze entgegen, dass ich kaum noch etwas denken konnte. Der fast einzige Gedanke war, dass ich mich gleich nach der Arbeit in den Pool stürzen würde und so schnell nicht mehr daraus herauskommen würde.
Aber es gab noch einen anderen Gedanken. So mit Gasheizung habe ich mir vorher nämlich schon einige Gedanken gemacht, was die aktuelle Lage und ihre Folgen für den Winter (momentan kaum vorstellbar, aber er kommt bestimmt) betrifft. Zumindest für den Notfall – auch unabhängig von der derzeitigen Lage –sollte man eigentlich eine Alternative haben. Bei meiner Suche stieß ich auf Infrarotheizungen, die beim Heizen mit Strom vergleichsweise sehr wenig Strom verbrauchen und zudem für ein besseres Raumklima sorgen. Und dann hatte ich auch noch ein Modell gefunden, was perfekt meinen Ansprüchen entsprach. Die HeatPal Marble Blackline Heizung von Klarstein ist nicht nur effizient, sondern ist auch mobil und hat vor allem ein Retro-Design ganz nach meinem Gusto. Etwas Zeit brauchte ich zur Kaufentscheidung (ich muss übrigens unbedingt noch ein Werbehonorar einfordern, denn alles, was ich hier bisher geschrieben habe, ist nur eine subjektive, vollkommen unabhängige Meinung) und dann war schon genau dieses Modell nirgendwo mehr lieferbar. Einige Anbieter zogen eine Lieferbarkeit im Sommer 2023 betracht. Aber als versierter digitaler Jäger habe ich nun doch dieses Modell als B-Ware kaufen können. Hurra, ich kann alternativ heizen!
Es sind momentan (gegen 21.30 Uhr) auch nur noch 29 °C. Das kleine Monster stand zuvor bibbernd im Pool und hatte Schwierigkeiten in die kalten Fluten (25 °C) einzutauchen (echt jetzt!). Die Lage ist also wirklich so, dass man beim Pool bald abends den Eispickel rausholen muss … Ich bin also schon ganz froh, dass ich für den kommenden Winter, etwas vorgesorgt habe, damit es im Haus eine alternative Wärmequelle gibt, wenn der Pool schon derzeit immer noch zu kalt für manche ist.
Edit: Die Bestellung wurde vom Anbieter storniert, aber nun wurde der Sternenhimmel im Angebot geordert.
2022.07.19, 20:37 -
C. Araxe
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Samstag, 16. Juli 2022
Die lieben Nachbarn, Teil 10
Außer zu einer Nachbarin direkt neben mir, die sehr lieb und nett ist (manchmal aber auch etwas anstrengend sein kann, weil sie oft wegen Nichtigkeiten verängstigt ist, ich ihr aber dennoch gern und hilfreich zur Seite stehe) habe ich auch nicht mehr Kontakt zu anderen unmittelbaren Nachbarn, als es allgemein üblich mitten in einer Großstadt ist – nun lebe ich ja fast dörflich. Man grüßt freundlich und das war es auch schon.
Mein direkter Nachbar auf der anderen Seite ist ein älterer Mann, dem man zwar auch schon mal mit nachbarlicher Hilfe beiseite stand, aber seine diskriminierenden Äußerungen gegenüber „Ausländern” waren nicht so dazu beitragend, dass ich den Kontakt weiter intensivieren möchte.
Bei den zwei Nachbarn daneben (die zur Reihenhauszeile zählen) sieht es auch nicht anders aus, weil bei denen teilweise auch klare Rechtstendenzen erkennbar sind.
Sind sicher alles „liebe” Menschen, aber momentan habe ich immer noch keine Lust darauf, mit diesen näher in Kontakt zu treten, auch wenn ich durchaus auch so drauf bin, dass ich mich eigentlich gern auf kontroverse Diskussionen einlasse. Derzeit genieße ich sehr introvertiert meine Gartenidylle, mein immer noch irgendwie neues und dennoch schon so vertrautes Heim.
Ganz zu Anfang, kurz nach dem Einzug, als es mit Corona erst gerade losging, habe ich mal eine hiesige Kneipe angetestet. Es war eigentlich eine typische Kneipenatmosphäre und man kam dann nach kurzer Anlaufzeit recht schnell ins Gespräch. Ich war dann der Stadtmensch, aus dem „echten” Hamburg. Und ich konnte es mir nicht verkneifen, bei einem Streit dazwischen zu gehen. Ein Typ machte seine Freundin fertig und hatte wohl auch seine Gründe, aber das Wie war für mich nicht akzeptabel.
Ein No-Go für Newbies, aber es wurde respektiert, der Troublemaker entschuldigte sich und lud zu einer Fortsetzung des Abends (oder eher Nacht) in einer anderen Location im Nachbarstadtteil ein. Hm, ja … habe ich angenommen. Stolz präsentierte er mir den Inhaber der Bar, den er kannte. Der hat dann kein Wort mehr mit ihm gewechselt, aber mir dann die komplette Musikauswahl überlassen, was wohl eher nicht so Standard ist. Das Publikum war schon etwas irritiert, hat es aber gelassen hingenommen. Ich hatte jedenfalls einen sehr schönen Abend oder vielmehr eine schöne Nacht hier am äußersten Stadtrand.
Corona gibt es ja immer noch, aber ich werde das sicher dann danach noch einmal erneut testen, was hier so geht.
2022.07.16, 20:58 -
C. Araxe
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Donnerstag, 14. Juli 2022
Erntezeit – schönste Zeit
Es wächst und gedeiht zwar nicht alles (Schnecken!), aber erste Ernteerfolge konnten schon reichlich genossen werden. So habe ich dieses Jahr zwei Zucchinpflanzen – die Sorten Gold Rush und White Bush (gekauft als Jungpflanzen von einer Bio-Gärtnerei), wobei die erstere Sorte weitaus ertragreicher ist. Insgesamt waren es jedenfalls jetzt schon 21 Zucchini!
Tomatenpflanzen habe ich diesjährig 7 Pflänzchen von jeweils verschiedenen Sorten gekauft. Vier von eben jenem Bio-Gärtner (wobei eine den Transport nicht so gut überstanden hat, zwar noch lebt, aber eher so vor sich hinmickert), aber der Rest überbordend mit zahlreichen Blüten und inzwischen gleichfalls ebenso zahlreichen Früchten wuchert, wobei die ich die ersten (sieben, aber es sind bestimmt schon 50 pro Pflanze und Blüten im 100er Bereich dran und nun wird täglich geerntet werden können) auch schon geerntet habe. Zwei der Sorten sind Wildtomaten, die zwar sehr kleine Früchte haben, aber besonders robust sind. Die Sorte Golden Currant sprintet hier im Reifen voran.
Drei Tomatenpflänzchen an historischen Sorten habe ich ja noch zusätzlich im Supermarkt vor Ort gekauft, die nicht minder wuchern und die ersten Früchte in den nächsten Tagen geerntet werden können – hier ist die Sorte Schwarze Pflaume ganz weit vorn. Letztes Jahr waren es ja definitiv zu viele Pflanzen, aber auch sieben scheinen schon zu viel zu sein …
Mein selbst ausgesäter Friarielli (Cime di rapa oder im deutschen auch als Stängelkohl bekannt) gedeihte auch sehr gut, ist jedoch nun inzwischen abgeerntet. Und ich werde ihn vielleicht noch einmal im Spätsommer erneut aussäen, da er sehr schnell wächst und Hitze nicht so gut abkann, wenn er in den Stängeln knackig bleiben soll, die ja zur Ernte dazu gehören.
Letztjährig hatte ich es auch ja mit Auberginenpflanzen versucht und bin gescheitert (selbst ausgesät, nur teilweise gekeimt und viel zu spät fingen sie dann erst an richtig zu wachsen – allein von Blüten war da nur zu träumen), aber nun sind bei den vier Pflanzen, die ich nun habe, die ersten drei kleinen Aubergini am wachsen und alle sind voller Blüten.
Die zwei Pflanzen vom Nero di Toscana (deutsch Palmkohl oder Schwarzkohl) gedeihen auch prächtig, obwohl sie auch etwas mit den Schnecken zu kämpfen haben. Eigentlich hätte ich da schon längst etwas abernten können, um vor allem eine leckere Ribollita zubereiten zu können, aber das kann ich ja immer noch und die Zucchini hatten erst einmal Vorrang. Bei denen ist es ja echt so, dass man nur einmal kurz in eine andere Richtung blickt und schon sind neue Früchte da, die dann in ein, zwei Tagen erntereif sind.
Meine vier Flower Sprouts (ich wurde bei meinem letzten Besuch in London von dieser hierorts unbekannten Kohlsorte angefixt, konnte aber am letzten Tag keine mehr auftreiben) gedeihen jedenfalls auch sehr gut.
Die Paprika- und Chilipflanzen wurden indes vollkommenes Opfer der Schnecken. Die sind dieses Jahr aber auch irgendwie besonders gefräßig. Letztes Jahr haben die meine Chili z. B. überhaupt nicht angerührt. Meine Salatbar in einer alten Zinkwanne (darin habe ich als Kind gebadet) war da sicher. Jetzt wird alles weggeputzt. Selbst Schneckenkorn (katzen-, igelfreundlich etc.) hilft nichts.
Nun ja, aber es geht jetzt los mit den Tomaten und ich liebe Tomaten, die einen eigenen und vor allem intensiven Geschmack haben. Und zu ernten, was man selbst angebaut hat, hat einen ganz besonderen Reiz. Das kann man aber wohl nur nachvollziehen, wenn man es selbst macht. Vor allem, wenn es sich um Sorten handelt, die man nicht im Supermarkt findet, ist es einfach schön, wenn die Ernte beginnt.
2022.07.14, 20:56 -
C. Araxe
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Dienstag, 12. Juli 2022
Kiss Of Death
Mit Dead but pretty war die russische Band IC3PEAK in ihrem Heimatland nicht mehr sicher bzw. fühlten sie sich dort nachvollziehbarerweise nicht mehr sicher und gingen ins Exil. Ihre Heimat ist ihnen indes nicht egal und schon gar nicht, was die russische Regierung macht. Nicht nur den Ukrainekrieg betreffend, sondern auch, was in Russland selbst passiert.
Ihr neues Werk kommentieren sie mit folgenden Zeilen: „Our VK page (biggest media in RU) is banned in Russia because of our anti-war statements. Our concerts are officially prohibited by Russian government. We dedicate this video to Russian police state which tries to censor us all but is doomed to fail. Meanwhile, the war in Ukraine is still going, and Ukrainians are suffering.”
Und noch einmal: ich finde es absolut falsch, dass vor allem im kulturellen Bereich alles Russische per se abgelehnt wird. Erst recht, wenn klar erkennbar ist, dass die aktuelle russische Regierung kritisiert wird bzw. knallhart abgelehnt wird.
2022.07.12, 20:48 -
C. Araxe
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Kunst im Abo mit erweiterter Realität
Diesen Monat startete ein neues Kunstprojekt im Hauptquartier der Firmengruppe, das es zusätzlich zu der auch wieder im Herbst stattfindenden add art gibt.
Eigentlich wäre die bei der Zentrale eingehende Anfrage bei meiner Chefin gelandet, aber die hatte gerade Urlaub und so landete der Anruf an optimaler Stelle, wenn es um Kunst geht. Zunächst war ich etwas skeptisch, Kunst für unsere Räumlichkeiten, wo es so gut wie keinen Publikumsverkehr gibt zu mieten. Aber das Konzept und vor allem die Kunst selbst überzeugten mich sehr schnell.
Die PurePhotography von Heike Baltruweit sind Fotografien, die oft wie gemalt aussehen. Meist ist es kaum zu glauben, dass es sich hierbei um unbearbeitete Aufnahmen handelt, wofür sie geschickt ungewöhnliche Perspektiven nutzt und unscheinbaren Details viel Aufmerksamkeit widmet. Aber das ist noch nicht alles – viele Werke sind via einer App mit einer Augmented Reality verknüpft, wodurch sie zum Leben erwachen und ihre Geschichte erzählen, interpretierte Geschichten von Betrachtenden erzählen lassen oder einfach so mit dem überraschen, was darin steckt. Auch wenn die Abbildungen kein Ersatz für die großformatigen Originalwerke sind, kann man auch dort dies kostenlose App Artivive nutzen. Ihre Werke kann man nicht nur kaufen, sondern auch für ein Jahr (Minimum) mieten. Und mit gleichem Standort hier in Hamburg gibt es sogar jeden Monat ein anderes Werk. Und schon war mein Plan, diese an unterschiedlichen Orten zu zeigen.
Nun musste ich nur noch unseren obersten Geschäftsführer überzeugen, der zu dem Zeitpunkt gerade nicht anwesend war. Seine Assistentin meinte, dass er daran kein Interesse hätte. Schon gar nicht daran, dass da bei ihm im Büro etwas Neues hängen würde, das zudem auch noch frei zugänglich für alle Mitarbeitenden wäre. Ich meinte nur, dass sie mich mal machen lassen sollte.
Tja, und er war ebenso begeistert wie ich von dem Konzept, den Werken und meinem Plan. Da könnte man mal sehen, dass sein Büro immer für alle offen stehen würde und für weitere Plätze schlug er Orte vor, bei denen man gar nicht anders können würde, als die Kunst nicht zu beachten.

Jetzt hängt das erste Werk im Foyer nebst Info und es gab einen Intraneteintag hierzu. Das Feedback ist … nun ja, überschaubar. Für mich nicht so überraschend nach meiner langjährigen Erfahrung mit dem Kunstinteresse von vorwiegend kaufmännischen Mitarbeitenden. Aber es ist ja erst der erste Streich von 12. Mal sehen, ob da noch etwas Bewegung reinkommt. Die Zugriffszahlen via App, die ich am Monatsende von Heike bekomme, werden sicherlich ebenfalls nicht überraschend hoch sein.
Auf jeden Fall finde ich es ganz toll, dass mir solche Projekte ermöglicht werden und ich so viel Unterstützung von höchster Ebene habe.
2022.07.12, 19:24 -
C. Araxe
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Weiberabend extended
Am Samstagabend hatte sich die Frau Sünderin endlich mal wieder zu einem Besuch aufgerafft. Leider war das Wetter schon wieder alles andere als sommerlich, so dass auch ein früheres Erscheinen am Nachmittag nicht vorteilhafter gewesen wäre, um die Annehmlichkeiten des hiesigen Gartens – Pool und Sonneninsel – zu nutzen. Kurz weilte man auf der Terrasse an einem absolut nicht lauen Sommerabend und zog sich dann etwas fröstelnd in den „Grünen Salon” zurück. Und ein Abend begann, von dem man vorher nicht wusste, wann er enden würde. Tja, das war dann 8 Uhr morgens.
2022.07.12, 18:01 -
C. Araxe
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Das Leben als Freigänger
Die erste Testphase war hierbei eigentlich recht positiv. Zuverlässig nach Hause kommt der Ausreißerkönig nämlich. Aber nun schon zum zweiten Mal ohne Halsband samt AirTag. Das Halsband hat ja einen Sicherheitsverschluss, der sich löst, wenn er irgendwo hängen bleibt. Zum Glück habe ich eine sehr liebe Nachbarin, die mich jeweils informiert hat, dass Morpheus ohne Halsband herumläuft.
Beim ersten Mal war ich im Büro, aber das kleine Monster war vor Ort und es konnte den halsbandlosen Kater ins Haus holen. Ich begab mich dann nach der Arbeit auf Halsbandsuche. Der Ort war auf ca. einen Quadratmeter eingrenzbar, aber höchst ungünstig gelegen. An der Grenze von meiner Nachbarin zum nächsten Nachbarn gab es diese Konstellation: ein efeuumwucherter Maschendrahtzaun mit großen Rosensträuchern davor, danach ein morscher Holzzaun und gleich dahinter ein bis oben gefüllter Wassertank unter dessen niedrigem Podest sich ebenfalls Efeu ausgebreitet hatte. Die übernächste Nachbarin war auch sehr nett und hilfsbereit (so lernt man seine weiteren Nachbarn mal besser kennen – als Stadtkind oder aus persönlich bevorzugter Zurückgezogenheit habe ich es ja nicht so mit Nachbarschaftskontakten). Die Suche hatte ich schon mehr oder weniger aufgegeben. Das „weniger” sowie meine Hartnäckigkeit (so schnell gebe ich nicht auf) überwog dann und führte dann mit stark zerkratzen Armen und Beinen zum Erfolg. Beim zweiten Abhandenkommen des Halsbandes war es hingegen viel einfacher – nach der Ortung konnte man es schon frei zugänglich sehen.
Am Samstagvormittag gab es einen erneuten Anruf von meiner Nachbarin. Beide(!) Kater wären Seite an Seite auf ihre Terrasse gekommen und starrten in ihr Wohnzimmer. Da war anscheinend das Gartentor nicht richtig geschlossen worden und Morpheus machte eine kleine Führung für Mortimer. Ebenso schnell waren beide aber wieder auf der Terrasse des RL-Gruselkabinetts und das Tor wurde hinter ihnen geschlossen, war also wieder nur noch für Kletterkatzen passierbar. Und der Garten wohl jetzt hoffentlich auch, so dass Mortimer dorthin zumindest am Wochenende hinkann. Man muss ja nicht unbedingt die Nachbarin stalken.
2022.07.12, 17:39 -
C. Araxe
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Sonntag, 3. Juli 2022
Pack die Badehose ein …
… meinte ich zu einem Freund, der mich am Samstag besuchen kam. So überzeugt war er von dem Vorschlag nicht. Anscheinend war das Wetter nördlich der Elbe mal wieder weitaus umsommerlicher, aber hier schien die Sonne. Und das nicht zu knapp. Den Nachmittag verbrachte ich im Bikini im Garten mit einem ausgeglichenen Wechsel zwischen Gartenarbeit und Planschen im Pool.
Als mein Besuch eintraf, war er immer noch skeptisch. Eine kleine Challenge mit dem kleinen Monster reizte ihn dann aber doch – wer braucht weniger Zeit, um sich in die eisigen (Männer!) Fluten zu stürzen. Dabei war die Wassertemperatur gerade richtig, um sich bei heißem Wetter abzukühlen.
Ich brauche also noch dringend ein Badethermometer. Das kleine Monster hatte zwar schon ein digitales besorgt, aber das war offensichtlich nicht für den Außenbereich gedacht, denn die angezeigte Wassertemperatur von -27 °C erscheint auch den Frostbeulen als nicht glaubwürdig. Mir würde ja ein simples Thermometer reichen, wie es sie in Drogeriemärkten für das Baden von Kindern gibt. Für das kleine Monster hatte ich mal so eines, aber ich habe keine Ahnung, wo das abgeblieben ist – ich hätte es jedoch sicher nicht einfach so weggeschmissen. Wieder mal ein Beispiel für Situationen, wo sich eine Vorstufe zum Messie-Syndrom bewährt hätte – heutzutage ist Nachhaltigkeit in aller Munde.
Mein Besucher fand indes großen Gefallen am Pool und ließ seine Badehose gleich hier mit dem Wunsch, dass er an heißen Tagen jederzeit vorbeikommen möchte. Falls er woanders baden würde, würden wir ja soundso zusammen losziehen und dann könnte ich diese ja mitnehmen.
Eine ebenso nicht zwingend notwendige Neuanschaffung habe ich nun auch umgesetzt. Nachdem ich den Pool mit einer Schilfmatte verkleidet habe, habe ich mir wie angekündigt das entsprechende Schild zugelegt.

Auch eine nachhaltige Anschaffung, denn nach Abbau des Pools zu kälteren Jahreszeiten wird es seinen Platz bei der Badewanne finden.
Nächstes Wochenende gibt es schon neue Poolbesucher – ein Weiberabend mit der Frau Sünderin steht an. Diese nimmt nun alle Baderegeln sehr ernst und hat nicht nur einen Freischwimmer, sondern auch den schwarzen Totenkopf. Ich wusste bisher gar nicht, dass es so etwas gibt. Schon allgemein etwas befremdlich, wenn für Langstreckenschwimmen als Symbol ein Totenkopf gewählt wird. Aber das hat mich nun doch etwas getriggert. Mal sehen, ob man das auch irgendwo hier in der Nähe machen kann – bisher habe ich nichts gefunden. Die zentral gelegene Alsterschwimmhalle, wo ich zuvor viel schwimmen war (aber meist nur 1000 m, was so zwischen 35 und 40 Minuten war – je nach Besucherdichte und Kondition) ist ja noch länger wegen Umbau geschlossen. Das war für lange Zeit die einzige Schwimmhalle mit 50-Meter-Bahnen. Neu hinzugekommen ist Ohlsdorf, aber das ist von hier aus echt zu weit weg.
Nun ja, ich merke mir das als Ziel vor und genieße derweil einfach ein unsportliches Abhängen im Pool.
Die Frau Sünderin hat sich inzwischen auch dazu bekannt, dass sie sich an die Regeln hält und nicht vom Beckenrand springt.
Einfach den Sommer zu genießen, ist ja auch nicht verkehrt. Gerade weil vieles so unerträglich ist.
2022.07.03, 20:12 -
C. Araxe
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Freitag, 1. Juli 2022
Getrackte Freiheit
Nach x erneuten erfolgreichen Überwindungen aller Sicherheitsmaßnahmen (bei denen ich jeweils felsenfest überzeugt war, dass es nun definitiv keine Lücken mehr gibt), gehe ich nun mit dem Ausreißerkönig neue Wege. Morpheus scheint einerseits einen immensen Drang zu haben, sich nicht mit der Terrasse als Außenrefugium zufriedenzugeben – obwohl er zuvor eine reine Wohnungskatze war – und andererseits hat er im Gegensatz zum Seniorkater anscheinend keine großen Schwierigkeiten wieder heimzufinden bzw. ist er auch eher nicht sehr lange unterwegs, denn nach diesem Abenteuer war er gleich am Morgen daheim. Nun gibt es für ihn ein Sicherheitshalsband (Strangulierungsgefahr besteht also nicht) mit einem AirTag.
Vorab hatte ich recherchiert, welche Ortungssysteme es überhaupt gibt. Wirklich optimal ist nichts von dem, was es so auf dem Markt gibt. Die Applelösung fand ich dann doch am besten, da die Batterien 1 Jahr halten, es keine Folgekosten gibt und die Bedienung sehr smart ist. Bin ich allerdings weiter weg, bekomme ich die sehr traurig wirkende Mitteilung „Morpheus wurde zurückgelassen”. Geplant ist allerdings, dass er sich im Haus befindet, wenn ich unterwegs bin (und auch das kleine Monster nicht da ist). Für eine längere Abwesenheit meinerseits müssen wir uns noch eine Lösung überlegen. Jetzt wird erst einmal getestet, ob er zuverlässig nach Hause kommt, was bisher recht gut klappt. Jetzt, im Sommer, ist das alles auch noch etwas einfacher, weil die Terrassentür aufsteht, wenn jemand da ist.
Es ist natürlich sehr spannend zu verfolgen, wohin sich Morpheus überall hinbegibt. Anfangs hat er einen größeren Radius gehabt, nun liegt er manchmal nur einen Meter von der Terrassenabgrenzung entfernt im Garten. Oft sieht man ihn aber gar nicht im vollgewucherten Garten, auch wenn er ganz in der Nähe ist. Um ihn z orten kann ich auch einen Signalton an seinem AirTag auslösen, wobei ich versuche, ihn dahin zu konditionieren, dass er bei dem Ton zurückkommt, weil es dann ein Leckerli gibt.
Dem anderen Fellmonster merkt man indessen seine Verwunderung an. Wieso läuft der da draußen rum und keiner kümmert sich darum? Mit seinem Knickschwanz wäre es allerdings nicht so optimal, Mortimer die gleichen Privilegien einzuräumen. Bleibt er damit irgendwo hängen, geht das Drama mit den Schwanzproblemen wieder los. Aber der Garten ist inzwischen eigentlich recht gut für kletterfaule Katzen abgesichert und jetzt am Wochenende werde ich das mal testen, ob nicht allgemein der Hochsicherheitstrakt (ich überlege ja schon, ob ich mich nicht als Sicherheitsexpertin für Gefängnisse bewerben sollte) der Terrasse aufgelöst werden kann.
2022.07.01, 20:29 -
C. Araxe
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