Erstaunt bleibt mein Blick kurz unter meiner Körpermitte im Spiegel hängen. Als würde ich zum ersten Mal die lange Narbe erblicken. Und es ist wirklich so, dass ich mir ihrer schon lange Zeit nicht mehr bewusst geworden bin. Sie war zwar da, aber so weit ein Teil von mir geworden, dass ich sie gar nicht mehr beachtet habe. Und es ist seit langem keine Wunde mehr.
Ich muss an den Spruch denken, der denjenigen, die nicht leichtfüßig durchs Leben tänzeln, denen, die eher der Grübelfraktion angehören, kein Trost ist, sondern vielmehr wie schierer Spott und Hohn in den Ohren klingt. Dass die Zeit alle Wunden heilen soll, mag oft nur schwer glaubhaft sein. Aber vielleicht sollte man doch öfters der Zeit vertrauen und (wieder) mehr an Wunder glauben.
2 Kommentare zu Wund(er)heilung
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Vorsicht,
bissige Blogggerin! Inquisition
Katakomben
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Gehenna
Das ist ein sehr schöner Text.
Es stimmt, die Zeit heilt alle Wunden, selbst die, irgendwann, die man nicht im Spiegel sieht.
Es fällt nur eben oft schwer, daran auch zu glauben, auch wenn man es eigentlich weiß.