Eine meiner Motten (ich habe zwei) hat den Abgang gemacht. Die Betriebstemperatur von diesem Rauchmelder soll bis 45 °C reichen. Das betrifft allerdings wohl nicht das mitgelieferte 3M-Klebeband, mit dem das Teil befestigt wird, denn nach dem heißesten Tag hierorts in diesem Jahr bisher lag der Falter heute leblos am Boden.

In ihrem Habitat hatte sie sich über fünf Jahre sehr wohl gefühlt. (Aufnahme kurz nach ihrem Einzug. An die holzverkleidete Decke hatten wir uns beide inzwischen gewöhnt, nachdem sie noch etwas modifiziert wurde. Ich hatten bisher keine Lust, die darunter installierte Deckenbeleuchtung neu unter Putz zu verlegen, nachdem ich Bekanntschaft mit der nebenan liegenden Küchendecke gemacht hatte.)
Die ein paar hundert Meter entfernte Wetterstation hat mit 39,4 °C den bisherigen Hitzerekord für ganz Hamburg in diesem Jahr gemessen (2022 wurde dort auch schon mal ein Deutschlandrekord gemessen), dennoch verbrachte die Motte ihren letzten Tag bei mir im Untergeschoss relativ kühl mit ca. 25 °C und ihre Kollegin im Obergeschoss trotzte den bisher den weitaus höheren Temperaturen (29 °C – das fand ich schon recht heftig, aber eine Kollegin in der Nachbarschaft hatte trotz Einhaltung aller optimalen Tipps 32 °C in der Wohnung) standhaft. Bevor sie fachgerecht würdevoll entsorgt bestattet wird, werde ich sie aber noch mal obduzieren. Ihre Lebensdauer soll nämlich auf zehn Jahre beschränkt sein, weil man die Batterien nicht austauschen kann. Schauen wir mal, was die Obduktion ergibt.
Ihre Nachfolgerin, die die Reise zu mir schon angetreten hat, wird dann aber fest verschraubt.
Eine Schweigeminute für Motte 1 (ihr einen Namen zu geben, habe ich leider versäumt – vielleicht hätte sie auch einfach mehr persönliche Ansprache gebraucht, um resilienter zu sein) kann nun abgehalten werden. R.I.P.