Freitag, 29. Juni 2007


Wohin soll das noch führen?

… wenn nicht einmal die Sünderinnen sündigen wollen.

- 2007.06.29, 15:29
41 Kommentare - Kommentar verfassen



41 Responses to Wohin soll das noch führen?

  1. roba sagt:

    SünderInnen… …die nicht sündigen, begehen eine Sünde…

  2. aiiiia sagt:

    sollen sie halt außen sündigen….

    die sündiger haben eh schon – jetzt sind mal die unbefleckten dran

    Tut mir leid, heut ists zu heiß zum sündigen…

    • C. Araxe sagt:

      Hach, wie soll man denn beichten, wenn man überhaupt nicht zum Sündigen kommt?

    • Eugene Faust sagt:

      Sie könnten mich doch eben mal schnell beleidigen oder meinen Ruf morden oder so…

    • C. Araxe sagt:

      Nee, nee – Sie nehmen das sicher ganz gelassen hin und wo bleibt dann der Spaß? Ich mache mir auch weniger Gedanken um mich selbst, sondern mehr um unsündigende Sünderinnen. Das kann doch nicht gut sein, wenn es nur noch Gutes gibt. Also nicht, dass ich sündigen nicht gut finden würde, aber gemeinhin wird dies ja als nicht gut angesehen, sonst würde es sich ja nicht um Sünden handeln. Tja, und wenn es nur noch Gutes gibt, dann gibt es ja kein Gutes mehr, weil es eben nichts Ungutes mehr gibt.

  3. NibblesChris sagt:

    Ich hatte heute ganz schreckliche sündige Gedanken und ich überlege immer noch, ob ich mir den Gargoyle kaufen soll *seufz*

  4. Iggy sagt:

    würden denn auch todsünden gelten? wobei mir jetzt die sieben sachen gar nicht richtig einfallen…

    • C. Araxe sagt:

      Nur Todsünden selbstverständlich. Lässliche Sünden sind ja nur halber Kram.

      Ich helfe Ihnen natürlich gern beim Erinnern:

      • Superbia: Hochmut (Übermut, Hoffart, Eitelkeit, Stolz)
      • Avaritia: Geiz (Habgier, Habsucht)
      • Invidia: Neid (Missgunst, Eifersucht)
      • Ira: Zorn (Wut, Vergeltung, Rachsucht)
      • Luxuria: Wollust (Unkeuschheit)
      • Gula: Völlerei (Gefräßigkeit, Unmäßigkeit, Maßlosigkeit, Selbstsucht)
      • Acedia: Trägheit des Herzens / des Geistes
      • (Faulheit, Überdruss, Feigheit)

      Und ja, die Maßlosigkeit wurde verschmäht.

    • Iggy sagt:

      mir entfleucht immer eine, ist genauso wie bei dem siebengestirn, da sieht man immer nur sechs – oder acht.

      also:
      wollust
      trägheit
      neid
      geiz
      eitelkeit
      völlerei

      aber die siebte… das wird dann wohl der zorn sein, obwohl mich das nicht überzeugt.

    • C. Araxe sagt:

      Wieso? Was manch einer im Zorn anstellt, ist doch gerade besonders schlimm. Ob es sich nun um „gerechten” Zorn handelt oder nicht. Wut kann schon ziemlich blind machen.

    • Iggy sagt:

      aber zorn kommt nicht von ungefähr daher.
      genauso wie der ganze rest.
      eigentlich wollte ich ganz was anderes schreiben, aber so geht’s auch…

    • C. Araxe sagt:

      Ich finde schon, dass man sich im Zorn in etwas hineinsteigern kann, was einfach nicht angemessen ist.

      Was wollten Sie denn schreiben?

    • Iggy sagt:

      hmmm, ich glaube über die justiz und wie sie zornige taten so beurteilt je nach geschlecht. aber ich bin nicht zornig darüber. na ja, ein bisschen….

    • C. Araxe sagt:

      O.K. – gerichtliche Entscheidungen sind ein ganz anderes Thema. So oder so glaube ich aber, dass Zorn sich sehr ungerecht auswirken kann.

  5. honigsaum sagt:

    Sündigen ist auch anstrengend. Ich komme aber – rein mittelalterlich gesehen – auf jeden Fall in die Hölle, denn bis auf Geiz habe ich alle Todsünden schon durch.

    • C. Araxe sagt:

      Gibt’s keinen Saturn in Ihrer Nähe? *g*

    • honigsaum sagt:

      Das ist ja sowieso gelogen, vom Saturn aus und von mir aus auch!

    • C. Araxe sagt:

      Ich find’s ja auch blöde. Aber was soll man machen, wenn man unbedingt sofort eine CD möchte? Der hiesige ist doch sehr gut sortiert und einen meiner Lieblingsläden, „Unterm Durchschnitt” (im Kellergschoss einer Straße, die Durchschnitt heißt) gibt es schon lange nicht mehr. Aber ich bin ja mittlererweile, was Musik betrifft nicht mehr so nerdig drauf, dass ich mir 100 oder mehr CDs pro Jahr zulege.

    • honigsaum sagt:

      Ich wohne ganz in der Nähe eines riesigen Saturns, und ehrlich gesagt, würde man mich mit einem 5000-Euro-Gutschein dafür ziemlich glücklich machen (CDs sind ja nur ein Teil davon)…

    • C. Araxe sagt:

      5000 Euro gleich? Bin ich da etwa doch asketischer, als ich glaube?

    • honigsaum sagt:

      Ich sag doch, die eine Sünde trifft mich nicht. (Ich hab sogar ursprünglich eine andere Summe nennen wollen, dachte aber, ich geb mich etwas bescheidener.)
      Und was Sie angeht: wahrscheinlich schon.

    • C. Araxe sagt:

      Oder Übersättigung. Entweder will man noch mehr, wenn man „viel” hat oder es ist dann doch mal genug. Naja, wenn es schon um schnöden Konsum geht – ich habe gerade doch mal wieder eine Großanschaffung getätigt. Ein neues Domizil zum Bloggen. *g*

    • honigsaum sagt:

      Ach nee – ein neuer Apfel?
      Ja, Überdruss kenne ich auch gut. Da hilft schlimmstenfalls Zelten in menschenleeren Gegenden ganz gut.

    • C. Araxe sagt:

      Nee, ein Sofa. *ggg*

      Ach, ich finde ja, dass Großstädte die menschenleersten Gegenden sind, auch wenn ich manchmal gegenteiliges erlebe. Größtenteils kann man doch nur für sich selbst sein, auch wenn Hunderte von Menschen um einen herumwimmeln.

      Mir sagte ja mal jemand, dass ich ein absoluter Großstadtmensch sei, was ich erst nicht richtig verstanden habe. Aber dann … ja, doch, entweder Großstadt oder absolute Wildnis. Womit es im dichtbesiedelten Deutschland nicht einfach sein wird. Kleinstädte oder Dörfer würden mich sicher nicht glücklich machen.

    • honigsaum sagt:

      Höchstens ein abgelegenes Gehöft ohne Nachbarn mit ausgefeiltem Alarmsystem, ansonsten urbane Einsiedelei, finde ich im Grunde auch. Wildnis gibts erst wieder im Norden (oder in Industrieruinen vielleicht, aber da ist auch oft Gift).

    • C. Araxe sagt:

      Ach, auf das Alarmsystem kann ich verzichten. Ich bin da ziemlich unängstlich (oder naiv). Jedenfalls habe ich noch nie Angst gehabt, wenn ich irgendwo (sei es nun nächtens in der Großstadt in dunklen Ecken oder wenn ich in ländlichen Gegenden auf mich selbst gestellt war) Angst gehabt. Wenn man dann aber doch irgendwann dabei den Weg nicht findet, ist das zwar nicht so erfreulich, aber auch nicht weiter beängstigend.

    • honigsaum sagt:

      Solange keine Wildschweinrotte vorbeikommt… In Großstädten ist es aber doch etwas gefährlicher, zumindest die Wahrscheinlichkeit, in brenzlige Situationen zu geraten.

    • C. Araxe sagt:

      Ja, das hört man so …
      Ich habe Leute kennengelernt, die sicherheitshalber ein Messer im Stiefelschaft für ihren Hamburgbesuch mitgenommen haben. Und dann gab es da mal vor Ewigkeiten die Meinung auf einem Klassentreffen, dass man nie und nimmer in Hamburg leben könnte, weil man da ja ständig überfallen werden würde. Dabei hat da gerade wieder Meckpom Spitzenplätze belegt. (Naja, vielleicht sollte man dabei unterscheiden, ob es sich um Migranten handelt :·( ). Von dem, was ich bisher so erlebt habe, kann ich jedenfalls nur sagen, dass ich mich hier sehr sicher fühle – Demos und Polizeigewalt mal ausgeschlossen.

    • honigsaum sagt:

      In deutschen Großstädten ist mir auch bisher nichts passiert (abgesehen von einer Verfolgungsjagd in Berlin vor Jahren), und ich fühle mich auch sicher, wenn ich nachts unterwegs bin.

    • C. Araxe sagt:

      Das mit der Verfolgungsjagd müssen Sie jetzt aber erläutern!
      (Ja, hatte ich auch schon und wie ich so sehe, habe ich es immer noch, aber Stalking gibt’s auch in Kleinstädten. Und ja, ich weiß, dass ich auch genrell sehr neugierig sein kann.)

    • honigsaum sagt:

      Ach, was musste ich auch nachts um vier allein in Neukölln herumlaufen, da hatte ich auf einmal Gesellschaft und musste mich in einer Baustelle verstecken.

    • C. Araxe sagt:

      Ich habe mal jemandem erzählt, wo und wann ich mich allein nächtens überall herumtreibe. (Eigentlich wäre das auch ein guter Beitrag. *g*)
      „Und du hast überhaupt keine Angst?”
      „Nö.”
      „Naja, man wird wohl mehr vor dir Angst haben.”

  6. gulogulo sagt:

    wer schläft sündigt nicht, wie ich immer sage.

  7. Keine Angst, Frau Araxe! So ganz kann ich es doch nicht lassen und habe sündhaft viel Geld ausgegeben.

    Sündigen ist also eine gute Sache: kurbelt die Wirtschaft an! Und genau das ist es, wozu Sie mich gestern verleiten wollten.

  8. roba sagt:

    SünderInnen… …die nicht sündigen, begehen eine Sünde…

Kommentar verfassen