2020.12.03, 21:00 -
C. Araxe
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Donnerstag, 3. Dezember 2020
Geschützt: Die lieben Kollegen, Teil 87
Donnerstag, 12. November 2020
Die lieben Kollegen, Teil 86
Bei uns in der Firma konnte man sich gegen Grippe impfen lassen und einen Kollegen hat dies nachfolgend ziemlich mitgenommen. Da er mir schon lange zuvor seine sterblichen Überreste für kreative Zwecke zur Verfügung stellen wollte, hakte ich da heute noch mal aus aktuellem Anlass nach, in welche Richtung dies so erfolgen sollte. Ich vermutete, dass das irgendetwas mit Glitter sein sollte, womit ich richtig lag. Entscheidend war nun zunächst einmal, wie die Verarbeitung erfolgen sollte, wobei ich grob die beiden Richtungen Mumifizierung oder Entbeinen anstrebte. Meine Chefin schaltete sich auch in die Diskussion ein und schlug eine Diamantherstellung vor. Meine Argumentation dagegen, dass es dabei relativ wenig Gestaltungsmöglichkeiten an sich gibt (man kann sich eigentlich nur bei den Schliffarten austoben) und ansonsten ein eher kleines Objekt entsteht, was traditionell wahrscheinlich ein Schmuckstück wäre, wurde beherzigt und es wurde sich für die Knochenverarbeitung entschieden. Das wären dann ca. 206 Teile, aus denen man was machen kann. Natürlich ist der Schädel hierbei am spannendsten. Damien Hirst hatte da ja schon mal diesbezüglich was schönes gebastelt – das geht also (mal abgesehen von den Kosten der eingesetzten Materialien) nicht. Schädel als Diskokugel oder mit Minidiskokugeln in den Augenhöhlen gibt es auch schon. Gleichfalls mit Pailletten oder sonstigen Glitzersachen besetzt. Das wird echt schwierig… Falls also jemand Ideen hat – immer her damit! Am Wochenende wollte ich mal in Ruhe ein paar Entwürfe machen. Vielleicht geht es dem Kollegen dann auch schon wieder besser, aber für alle Fälle etwas in petto zu haben, ist sicher nicht verkehrt.
2020.11.12, 20:19 -
C. Araxe
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Dienstag, 6. Oktober 2020
Die lieben Kollegen, Teil 85
Meine Chefin macht sich jetzt schon Gedanken zu meinem Geburtstag, der erst in über drei Wochen ist. Normalerweise gibt es ja passend zum Birthween einen von den Kollegen geschmückten Arbeitsplatz und ich bringe was Leckeres (Schädel, Finger oder so) mit. Was macht man also nun, wo ich mich permanent ins Homeoffice verzogen habe? Die Versuche meiner Chefin, mich zum Arbeiten wieder ins Büro zu locken, scheiterten ja bisher. Also hatte sie sich überlegt, dass alle Kollegen meiner Abteilung bei mir Zuhause vorbeikommen. Ob mir das recht ist, konnte sie aber auch nicht so abschätzen und fragte deshalb nach. Von mir aus gab es dazu keinerlei Einwände und die Deko ist ja quasi Standard im heimischen Gruselkabinett. Wohl sehr zu ihrer Überraschung bot ich aber auch an, dass ich dann mal ausnahmsweise ins Büro kommen könnte. Ist ja auch soundso nur ein halber Tag, da wir von der Firmenleitung zum Geburtstag einen halben Tag frei bekommen. Nun denn, da werde ich also eine Ausnahme vom Homeoffice machen. Ist ja schließlich auch wichtig.
2020.10.06, 19:44 -
C. Araxe
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Mittwoch, 23. September 2020
Die lieben Kollegen, Teil 84
Manchmal sind die lieben Kollegen auch nicht so lieb, sondern richtig fies.
Bei Geburtstagen in unserer Abteilung gibt es eine individuell gestaltete Karte, ein kleines Geschenk und viel Deko (wir haben dafür einen extra Schrank). Das lässt sich gemeinsam sehr gut organisieren, auch wenn ich nach wie vor im Homeoffice bin. Nun hatte unsere Chefin Geburtstag und zwar nach meinem Kurzurlaub im Dunkeln. Sicherheitshalber fragte ich vor ihrem Erscheinen (mit Homeoffice schaffe ich es auch, früher anzufangen), ob alles ready ist. Für den nächsten Tag sei alles startklar, wurde mir berichtet. Also dem Tag nach ihrem Geburtstag. Und ich bin voll darauf reingefallen…
2020.09.23, 20:26 -
C. Araxe
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Donnerstag, 27. August 2020
Die lieben Kollegen, Teil 83
Morgen werde ich nach über fünf Monaten das erste Mal wieder im Büro bzw. überhaupt im Firmengebäude sein. Nur kurz wegen einem Termin (genau, der wichtige), nicht auf Dauer. Darauf bin ich auch schon sehr gespannt. Aber mindestens ebenso sehr, wieder dort zu sein. Um die Uhrzeit (15 Uhr) werden zwar nicht mehr alle Kollegen da sein oder gerade dabei sein, sich ins Wochenende zu verabschieden, aber einen Teil werde ich sicher noch antreffen. Echte Menschen und keine Fenster bei Videokonferenzen! Auf meinem Schreibtisch hat sich wohl auch so einiges angesammelt. Da wartet beispielsweise noch ein Osterhase auf mich …
2020.08.27, 19:16 -
C. Araxe
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Donnerstag, 20. August 2020
Die lieben Kollegen, Teil 82
Wie schon geschrieben arbeiten alle Kollegen meiner Abteilung (wie wohl auch alle anderen) schon seit langem wieder im Büro. Wie ich gerade feststellte schon seit Mai. Mir kommt das alles noch gar nicht so lange vor. Alle Meetings erfolgen nach wie vor virtuell (auch wenn es sich um Meetings vor Ort handelt), was aus meiner Sicht sehr gut funktioniert wie auch der allgemeine Austausch. Die soziale Komponente bleibt aber doch etwas auf der Strecke. So viel Wert lege ich zwar nicht auf Bürotratsch (von dem ich doch noch recht viel mitbekomme) oder wenn zu gewissen Anlässen Kuchen, Eis oder was auch immer ausgegeben wird (obwohl ich selbst durchaus meinen Beitrag zu den vorherigen Geschenken geleistet habe). Aber die allgemeine Kommunikation ist schon anders, wenn sie eigentlich dennoch alles andere als weniger ist.
Meine Chefin bohrt ständig nach, wann ich denn wieder gedenke, auch wieder im Büro zu arbeiten. Es gibt da bisher keine offiziellen Vorgaben, dass ich dies müsste. Ich sehe es jedenfalls immer noch sehr kritisch, alltäglich den ÖPNV (mit zunehmender Nachlässigkeit beim Maskentragen und gleichfalls zunehmenden Fahrgastzahlen, sprich Sardinenstatus) nutzen zu müssen und mit mehreren Leuten in einem Raum zu sitzen (der Schreibtischabstand ist da gewiss keine 1,50 m und man trägt auch nicht ständig eine Maske, aber es wurde als sicher statuiert). Ohne meine Erfahrungen, dass mich ein Virus in Nullkommanix auf die Intensivstation gebracht hat, würde ich das wahrscheinlich lockerer sehen. Ich habe mich zwar ohne Folgen ziemlich schnell erholt, aber das ist hierbei alles andere als selbstverständlich. Jetzt, wo die Coronafälle wieder ansteigen, finde ich es trotz aller Intentionen (vor allem meiner Chefin) immer noch richtig und wichtig, im Homeoffice zu bleiben, auch wenn ich schon etwas Sehnsucht nach dem normalen Büroalltag habe, der eigentlich nicht unbedingt etwas ist, das ich als lebensnotwendig betrachte.
2020.08.20, 21:53 -
C. Araxe
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Dienstag, 18. August 2020
Die lieben Kollegen, Teil 81
Nun ist es offiziell und schriftlich festgehalten: mein Azubi hat die Abschlussprüfung bestanden! Einen neuen Arbeitsvertrag als vollwertiger Pixelschubser hatte er zwar schon längst, aber jetzt gibt es nicht mal ansatzweise eine Begründung, dass ich als Ausbilderin ihn als Leibeigenen herumscheuchen darf. Im Laufe der Jahre wurde er ja schon zunehmend aufmüpfiger. Nun wird es aber richtig schwer werden. Hinzu kommt auch noch, dass ich nach wie vor im Homeoffice arbeite. Mit so klassischem Zeugs wie Daumenschrauben komme ich da überhaupt nicht weiter. Allein mit Worten wird es auch schwierig, weil er oft nur mit halbem Ohr (das war schon vor seiner Ausbildung so!) zuhört oder Texte nur überfliegt und manchmal gar nicht zu Ende liest. Aber ich verfüge ja auch noch über andere Mittel! Jetzt darf er sich jedoch erst einmal freuen.
2020.08.18, 18:26 -
C. Araxe
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Mittwoch, 15. Juli 2020
Die lieben Kollegen, Teil 79
Die Zeit rennt… Es ist echt schon wieder über einen Monat her, dass wir unsere erste regelmäßig stattfindende Videokonferenz mit den chinesischen Kollegen hatten. Heute war nun die zweite und die war wesentlich kürzer, dafür mehr projektbezogen sowie ohne Winkekatze (kurz vorm Ende wurde sich außer Reichweite begeben). Vor einigen Jahren hatten wir mal einen Kollegen aus China zum Praktikum da. Den Kollegen gibt es nicht mehr und es sollte bei uns ein neuer eingearbeitet werden – es wurde allerdings noch immer keiner gefunden. Aufgrund der Coronapandemie wäre das zurzeit ja soundso nicht möglich, aber es wurde nächstes Frühjahr angepeilt. Dann kam der Gegenvorschlag, dass wir vorbeischauen könnten. Mit dem Hinweis, dass sich das unter zwei Wochen nicht lohnen würde. Nun mache ich mir natürlich so meine Gedanken, falls bis dahin dort noch immer kein eigener Grafiker gefunden wurde. Schließlich wäre das Ziel Schanghai. Der Begriff schanghaien wurde sicher nicht ohne Grund nach dieser Stadt benannt.
2020.07.15, 19:00 -
C. Araxe
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Dienstag, 23. Juni 2020
Die lieben Kollegen, Teil 78
Erst war das Meeting, zu dem ich ein Projekt präsentieren wollte, Ende der Woche angepeilt. Ein Konzept für das Projekt gab es nicht mal ansatzweise und inhaltlich stand nur das Thema fest. Nun sollte es doch schon heute am späten Nachmittag vorgestellt werden. So war jedenfalls der Stand gestern Abend. Heute Morgen (nun ja es war schon nach 9 Uhr, aber heute war ein späterer Arbeitsbeginn bei mir geplant) rief mich meine Chefin an und sagte mir, dass der Geschäftsführer schon gern in einer halben Stunde loslegen wollen würde. Kein Problem, wenn der Weg zum Arbeitsplatz nach wie vor so kurz ist. Stolz teilte meine Chefin dann zum Beginn des Meetings mit, dass sie mich extra aus dem Bett geholt hat. Stimmte zwar nicht so ganz, aber sie meinte damit unsere Einsatzbereitschaft betonen zu können. War natürlich nicht so ernst gemeint, aber dem Geschäftsführer tat es leid, dass ich vermeintlich aus dem Schlaf gerissen wurde. Dafür lief dann alles zur vollsten Zufriedenheit ab. Die Umsetzung des Projektes war genau so wie er sich das vorgestellt hat. Hm, eigentlich kein so schlechter Status: unausgesprochene Gedanken lesen können, die nicht mal gedacht wurden und das Tolerieren des Eulentypus.
2020.06.23, 20:33 -
C. Araxe
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Donnerstag, 4. Juni 2020
Die lieben Kollegen, Teil 77
Heute war die erste Videokonferenz mit den chinesischen Kollegen, der nun regelmäßig weitere folgen sollen. Fast zwei Stunden dauerte das Ganze. Der Austausch war zwar sinnvoll, aber es war schon etwas lang. Irgendwann freute ich mich nur noch auf die Verabschiedung, aber gar nicht vornehmlich wegen der Dauer, sondern eher weil ich mir hierzu etwas Besonderes überlegt hatte. Eines der Fellmonster ruht beim Arbeiten daheim sehr oft auf meinem Schoß (den Lieblingsplatz von früheren Homeofficezeiten gibt es ja schon lange nicht mehr) und so lag nichts näher, als den Kater einzubeziehen. Und zwar als Winkekatze.
2020.06.04, 18:46 -
C. Araxe
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