2023.10.27, 22:17 -
C. Araxe
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Freitag, 27. Oktober 2023
Geschützt: Die lieben Kollegen, Teil 110
Eine Woche ohne
Ohne richtige Heizung und ohne warmes Wasser. Die undichte Stelle ist doch direkt in der Heizungsanlage und nix geht mehr. Meister Rudolph war nun schon eher da und hat sich das Disaster angesehen. Eine Reparatur kommt aufgrund des Alters und vor allem, weil ja soundso eine Wärmepumpe eingebaut werden soll nicht in Frage. Allerdings wäre der frühste Termin hierfür erst im Januar und eigentlich hatte ich daher das Frühjahr angepeilt. Meister Rudolph (ein Handwerker mit goldenen Herzen!) setzt sich nun dafür ein, dass ein anderer Kunde seinen Termin zurückstellt. Allerdings ist noch nicht einmal der Förderantrag durch. Realistisch wäre dann wohl auch erst Dezember …
Für eine Notversorgung müsste einiges bei der Elektrik erneuert werden. Kosten ca. 5000 Euro. Das müsste für die Wärmepumpe zwar soundso gemacht werden, aber noch ist ja wie gesagt der Förderantrag nicht durch. Extrakosten für die Notversorgung wären zudem 500 Euro. Da verzichte ich nun drauf, denn es wird ja noch dauern, bevor die Notversorgung überhaupt umsetzbar ist. Zwei Infrarotheizungen sind außerdem schon vorhanden, nun kommt noch eine dritte hinzu und fürs Warmwasser zwei Instantdurchlauferhitzer (zusammen 100 Euro), die zwar nicht besonders leistungsstark sind, aber als Notlösung hoffentlich reichen. Morgen werde ich mal das Teil für die Dusche installieren, nachdem ich heute noch einen Adapter besorgt habe. Und dann endlich wieder duschen! Falls das nicht zum Haare waschen ausreicht, habe ich schon geplant, wieder sportlicher in nassen Gefilden zu werden und wieder öfter in die Schwimmhalle zu gehen.
Mit den derzeitigen Einschränkungen lernt man wieder, dankbar für die hierorts einfachsten Sachen zu sein. Immerhin sind Strom und Wasser vorhanden – es ist nur etwas mühselig, sich morgens erst einmal heißes Wasser zuzubereiten und dieses dann nur kleinflächig nutzen zu können. Was für eine Wonne am Abschluss der Prozedur, die Hände noch mal länger ins warme Wasser zu halten!
Das Wetter ist ja noch recht milde, aber es macht sich schon bemerkbar, dass ich nur punktuell mit den Infrarotheizungen für Wärme sorge. Die Fellmonster merken das auch und sobald ich liege, liegen sie meist auch schon auf mir und es entsteht eine wärmende Symbiose.
Wenn ich also über die jetzige Situation eigentlich alles andere als glücklich bin, kann ich dennoch Glück empfinden – vor allem in Anbetracht dessen, dass es mir im globalen Vergleich immer noch sehr gut geht.
2023.10.27, 20:54 -
C. Araxe
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Donnerstag, 19. Oktober 2023
Tage wie dieser …
… braucht man nicht. Alle(!) direkten Kollegen sind krank oder auf der Messe. Die Stellung allein haltend müht man sich durch den sehr fordernden Arbeitstag, bringt anschließend eine recht unsensible Vorsorgeuntersuchung hinter sich und stellt dann zuhause fest, dass der Keller unter Wasser steht.
Eigentlich sollte am nächsten Tag wegen einer anderen Thematik (Vorbereitungen zum Wärmepumpeneinbau) soundso ein Heizungs-Fachmann (Meister Rudolph!) kommen, aber der hat leider krankheitsbedingt abgesagt und kommt erst nächsten Freitag. Zunächst sah es so aus, dass es nur an der Zuleitung zum Wassernachfüllen liegt, aber das Problem ist wohl doch massiver.
2023.10.19, 21:19 -
C. Araxe
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Dienstag, 17. Oktober 2023
Von wegen Herbst
Es ist zwar schon deutlich kühler, aber etwas Sommer habe ich immer noch. Nach dem verregneten Sommer war mein Sommerflieder aka Schmetterlingsbaum (oder auch Katzenflieder) verhältnismäßig früh verblüht und nur wenige Schmetterlinge konnten seine Blüten genießen. Ein Rückschnitt der verdorrte Blüten (der eigentliche massivere Rückschnitt wird ja erst später gemacht) soll nochmaliges Blühen ermöglichen – und so war es dann auch. Bei prächtigen neuen Blüten tanzten nicht nur die Schmetterlinge (vornehmlich Admirale) an, sondern auch Bienen.

Meine sizilianische Schlangenzucchini wuchert auch ungehemmt weiter mit Blüten und Früchten.

Ebenso reifen bei meinen Paprikapflanzen Schoten heran (hier eine gelbe Sorte).

Aber ja, der Herbst ist schon voll da. Dennoch freue ich mich, wenn der Sommer noch einmal so schöne Grüße hinterlässt.
2023.10.17, 20:30 -
C. Araxe
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Die Schwäne ziehen in den Norden
Der Herbst kam dann doch schneller als gedacht und mit ihm die Swans. Das zuletzt besuchte Konzert in südlichen Gefilden war diesmal nach vorheriger sehr langer Wartezeit ja erst vor kurzem. Leider war ich am Tag des jetzigen Termins sehr müde und ein Freund, der mitkommen wollte, musste leider absagen. Mein Schweinehund wedelte voller Vorfreude, aber da hatte er sich zu früh gefreut. Nach massiver Tierquälerei schleppte ich mich dann doch zum Konzert – immerhin war ich ja auch verabredet.
Kaum angekommen, spielte Ex-Swan Norman Westberg wie gehabt exakt drei Glasen seine nach wie vor sehr interessanten Klanglandschaften zwischen Ambient und Noise und ich war wach. Als dann nach kurzer Pause die Swans loslegten, hatte ich längst sämtliche Müdigkeit hinter mir gelassen und es gab nur noch diese intensive Musik. Sicher waren auch hierbei die gratis verteilten Ohrstöpsel angebracht (in meiner Jackentasche befindet sich noch immer die unbenutzte Packung), die Fußsohlen kribbelten nach wie vor bei dem massiven Sound, aber insgesamt ging es für die Verhältnisse von den Swans analog zu den letzten Alben doch in gewisserweise ruhiger zu. Der Spaß, die Freude beim Auftritt war jedoch sowohl bei der Band als auch beim sehr gemischten Publikum (von wohl Fans der ersten Stunde bis überraschend recht jungen) sehr groß. Von der inhaltlichen Lebensmüdigkeit des letzten Werks „The Beggar” war live hier nichts spürbar – es war dem gegenteilig Lebendigkeit pur.
Im Nachhinein erfuhr ich, dass die Band auch recht müde angetreten ist, aber dass diese, ebenso ebenso wie bei mir, ganz schnell der Vergangenheit angehörte. Sehr schön, wenn sich alle wieder so lebendig fühlen.

2023.10.17, 19:55 -
C. Araxe
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Mittwoch, 11. Oktober 2023
Krank und alt
Meine intensiven Recherchen gingen über eine längere Zeit, aber ich konnte keine Tierkrankenversicherung für meinen Kater Mortimer, der eine chronische Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) hat, finden. Meist ist er mit seinen 13 Jahren soundso zu alt und wenn nicht, geht das nicht mit einer Vorerkrankung. Klar, dass Versicherungen keine Wohltäter sind und auf ihren Profit achten. Es gibt auch Fälle, dass die Versicherung einfach gekündigt wird, wenn es zu teuer wird.
Finanziell bitter für mich, aber auch nachvollziehbar, dass mein Tierarzt keine Humanmedikamente mit gleichen Wirkstoffen und gleicher Dosierung verschreibt (was durchaus möglich wäre), weil dadurch im Endeffekt noch weniger Forschung und Entwicklung bei Tiermedikamenten erfolgt. Es ist schon krass, dass quasi das gleiche Medikament (Wirkstoff Carbimazol 10 mg) für Menschen pro 100 Stück für 8,50 Euro erhältlich ist und für mein Fellmonster zahle ich 88 Euro (plus Tierarztkosten). Zwei Tabletten täglich werden benötigt.
Aber sehr erfreulich, dass die Schilddrüsenüberfunktion bei Mortimer erkannt wurde und wenn auch teuer behandelbar, es ihm jedoch wieder sehr gut geht. Dass tierische Mitbewohner viel kosten können (ich bin dieses Jahr bisher bei ca. 1800 Euro) sollte jedem Tierhalter bewusst sein, wenn er sich für einen tierischen Mitbewohner entscheidet. Liebe und Fürsorge sind so wichtig, die finanziellen Mittel aber auch.
2023.10.11, 22:33 -
C. Araxe
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Geschützt: Neue Gefilde
2023.10.11, 20:24 -
C. Araxe
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Freitag, 6. Oktober 2023
Eindringliche Moirologie
Xiu Xiu habe ich nun schon mehrmals live erlebt – mittlerweile ist das erste Konzert über 15 Jahre her – und alle Konzerte waren immer besonders intensiv und in all ihrem postulierten Schmerz kathartisch. Viele Musiker waren und sind bisher an der Musik der Band Xiu Xiu von Jamie Stewart beteiligt gewesen. Inzwischen ist Angela Seo langjährig ein festes Bandmitglied , neu hinzugekommen ist der Drummer David Kendrick, der vor allem live für ganz besondere Akzente sorgt.
Das offiziell (es gibt x Veröffentlichungen nebenbei) 13. Studioalbum „Ignore Grief” ist wieder experimenteller mit reduzierten Songstrukturen und der Verbindung von Industrial- als auch klassischen Musikelementen. Nicht weiter überraschend geht es lyrisch um schwere Kost – menschliche Tragödien des Lebens in heftigster Form. Wie gewohnt erfolgte die Vorstellung neuer als auch älter Songs live mit einer besonderen Intensität.

Persönlch wirkte das noch mal ganz anders. An dem Tag erfuhr ich, dass eine sehr geschätzte ehemalige Kollegin nach langer Krankheit verstorben ist. Sie war wirklich eine herausragende Persönlichkeit. Und sehr lebensfroh. Die Trauer mit einem Konzert zu verbinden, auch wenn es gewiss nicht ihre Musik ist, hätte ihr auf jeden Fall sehr gut gefallen.
2023.10.06, 21:08 -
C. Araxe
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Vermin (Vermines)
Frankreich, 2023
Regie: Sébastien Vanicek
Darsteller: Théo Christine, Sofia Lesaffre, Jérôme Niel, Lisa Nyarko, Finnegan Oldfield

Der junge Kaleb entspricht weniger den Vorstellungen, die man vielleicht von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in den einschlägig bekannten Pariser Banlieues hat. Er macht zwar auch seine kleinkriminellen Geschäfte, aber ebenso engagiert er sich in seinem Viertel, sorgt auf unprätentiöse Weise für Ordnung als auch Respekt vor den älteren Nachbarschaft. Außerdem hat er eine Vorliebe für allerlei exotische Tiere, von denen er eine ganze Sammlung hat, um die er sich fürsorglich kümmert. Als er sich eine neue Spinne zulegt, beginnt der Horror.
Nun ja … hierbei handelte es sich um den Abschlussfilm des Fantasy Filmfests (mit Dauerkarte nimmt man diesen mitunter trotz persönlich gegenteiliger Einschätzung dennoch mit) und er wurde so angekündigt, dass auch Arachnophile sich vor Spinnen fürchten würden. Für mich hat das Null (in Zahlen 0) funktioniert. Gruselig fand ich an diesem Film überhaupt nichts, zumal alles dermaßen hysterisch überdreht inszeniert wurde, was aber auch unter Comedy-Aspekten mäßig lustig war. Spinnen sind für mich in unseren Breitengraden immer noch willkommene Mitbewohner auch wenn sie anscheinend nicht wirklich effektiv z. B. zur Mückenbekämpfung beigetragen haben, die mich dieses Jahr auf bisher ungekannte Weise malträtiert haben. Sympathisch war indes der Hauptdarsteller und die gesellschaftskritischen Ansätze. Für Arachnophobe wahrscheinlich guter Horror. Für mich blieben nur die sozialen Einblicke samt Kritik und sehr mäßige Unterhaltung.
2023.10.06, 20:40 -
C. Araxe
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Birth/Rebirth
USA, 2023
Regie: Laura Moss
Darsteller: Marin Ireland, A.J. Lister, Judy Reyes, Breeda Wool

Zwei Frauen, die nicht unterschiedlicher sein könnten, arbeiten im gleichen Krankenhaus und sind bald untrennbar auf sehr besondere Weise verbunden. Rose ist Pathologin und eine besessene Wissenschaftlerin. Für sie sind Empathie und jegliche zwischenmenschlichen Gefühle Fremdwörter, was bei ihrem Beruf meist auch nicht so wichtig ist. Und dann ist da die Hebamme Celie, im Gegensatz zu Rose dem Leben emotional zugewandt und Mutter einer kleinen Tochter. Als diese plötzlich stirbt, kommen sich nicht nur Leben und Tod ganz nahe, sondern auch beide Frauen.
Es sind nicht die durchaus reichlich vorhandenen und realistischen blutigen Szenen, die dieses psychologische Horror-Drama interessant machen, sondern die zum Nachdenken anregenden Intensionen der beiden Frauen und vor allem deren Zusammenspiel. Der trockene Humor, der sich vor allem durch das Agieren von Rose ergibt, ist einfach köstlich. Das Frankenstein-Thema erfährt hier eine intimere und rein wirklich weibliche Perspektive – es ist aber kein explizierter Frauenfilm. Trotz intelligenter Umsetzung gibt es zwar einige Schwachpunkte, aber die mindern nicht allzu sehr den insgesamt positiven Eindruck.
2023.10.06, 18:44 -
C. Araxe
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