2021.07.13, 20:39 -
C. Araxe
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Dienstag, 13. Juli 2021
Geschützt: Die lieben Kollegen, Teil 92
Mittwoch, 7. Juli 2021
Ungebetene Gäste
Kaum regnet es zwischendurch mal wieder mehr, sind die gefräßigen Besucher wieder da. Schneller als man sie entdecken kann, haben sie sich schon den Wanst vollgeschlagen. Aber auch schneller als man gucken kann, wächst und gedeiht alles andere ebenfalls.
Gerade eben waren die ersten Zucchiniblüten an einer Pflanze zu sehen und schon waren die ersten beiden Zucchini fast vollkommen weggefuttert. So geht das ja nun nicht! Ich hege und pflege vom Samen über den Keimling die Pflanzen und die Schnecken meinen, sich dann einfach nur bedienen zu können. Das vom letzten Jahr bewährte Bio-Schneckenkorn wurde also wieder zum Einsatz gebracht. (Ich sah mich da ja doch zu einer offiziellen Kriegserklärung gezwungen, auch wenn es letztjährig nur um den Basilikum ging. Interessant sind hierbei die Auswahlmöglichkeiten. Bio ist klar, aber es gibt die Wahl, ob man Leichen sehen will oder nicht.) Fast glaube ich jedoch, dass für alle genug Zucchini da gewesen wären. An dieser einen Pflanze (es gibt ja noch mehr), die als erstes loslegte, sind inzwischen schon wieder sechs neue Zucchini und zahlreiche Blüten (gefühlt minütlich jeweils neuer Zuwachs). Aber jetzt hat es sich ausgeschneckt. Das Leben im RL-Gruselkabinett (als auch im weiteren Umfeld) ist nun mal kein Schneckenhof, mag es auch ansonsten möglich sein, sich durchzuschleimen.
2021.07.07, 20:47 -
C. Araxe
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Die Tage sind gezählt …
Morgen ist nun der letzte Tag vom langen Homeoffice. Lang nicht nur wegen der Dauer von über einem Jahr (da hatte ich früher auch schon mehr am Stück mit ca. 7 Jahren), sondern weil es weiterhin noch eine Kurzfassung für mich geben wird mit einem Tag pro Woche.
Jetzt, wo es unmittelbar wieder so weit ist, dass man nicht mehr mit ein paar Schritten den Schreibtisch erreicht hat, bedaure ich dies doch etwas. Dabei weiß ich aber auch ganz genau, warum ich nicht mehr (vornehmlich) daheim arbeiten möchte.
Hauptsächlich stört mich, dass ich im neuen RL-Gruselkabinett kein extra Arbeitszimmer habe und ein Schreibtisch mit großem Bildschirm wirkt für mich doch sehr störend im Wohnzimmer, auch „Grüner Salon” genannt. Grün wegen den Wänden und Pflanzen, Salon in Anlehnung an vergangene Zeiten. („In Frankreich wurden ehedem Salons gewisse literarische und ästhetische Zirkel genannt, wo man sich zu feinen geistreichen Unterhaltungen versammelte, und wo öfters die merkwürdigsten Erscheinungen in der Literatur sowol als in der Politik aufs lebhafteste besprochen wurden. Meistentheils standen diese Salons unter der Leitung einer schönen geistreichen Frau, in deren Hause sich dann öfters die ausgezeichnetsten Personen aus allen Ständen versammelten.” – Lexikoneintrag aus dem Jahre 1809). Mit anderen Worten: in dieser Räumlichkeit findet man jede Menge Bücher (merkwürdigste!), gleichfalls jede Menge Tonträger (ebenso merkwürdigste!) und einen großen Teil der aus der Galerie LÀ-BAS zu sehenden abgründigen Machwerke. Aber nicht so etwas Profanes wie einen Fernseher. Mein ästhetisches Missempfinden dürfte nun wohl nachvollziehbar sein.
Zudem freue ich mich natürlich auch auf den direkten Austausch mit den Kollegen. Weniger freue ich mich zwar auf die dann wieder hinzukommenden Fahrzeiten, aber auch hier habe ich wiederum Gründe für eine erfreuliche Sichtweise. Wie schon kurze Zeit nach dem Umzug getestet, lohnt es sich dann wieder ein Buch mitzuführen und diese Zeit lesend zu verbringen.
Nun ja, und das Beste ist, dass diese Planung nicht in Stein gemeißelt ist und zudem allein von mir so ausgewählt wurde. Momentan ist noch ziemlich offen, wie sich das Arbeiten nach Corona gestalten wird. Nur eines ist ziemlich sicher: es wird nicht mehr 1:1 wie vor Corona sein.
2021.07.07, 19:47 -
C. Araxe
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Samstag, 3. Juli 2021
Wilde Inzestphantasien vom Paketboten?
Das kleine Monster hat eine Sendung erwartet, die ich natürlich selbstverständlich in seiner Abwesenheit entgegengenommen habe. Es wurde auch gleich darüber benachrichtigt, dass seine Sendung in Empfang genommen wurde. Nur etwas seltsam war die Angabe des Empfängers: zugestellt an Ehepartner. Das wirft ja nun zahlreiche Fragen auf. Wirkt das kleine Monster so alt und ich so jung, dass wir für ein Ehepaar gehalten werden? Und wirke ich so männlich (trotz tragen eines Kleides bei der Zustellung) oder mochte der Zusteller einfach nur nicht gendern? Alternativ gäbe es auch noch die Möglichkeit, dass ich das kleine Monster heimlich zwangsverheiratet habe, seine Ehefrau bisher aber im Keller versteckt habe und diese in seiner Abwesenheit einige Dinge wie eben eine Paketannahme erledigen lasse. Gerade wenn man so viele Sachen um die Ohren hat, vergisst man sicher so einiges. Aber so etwas? Nun ja, es bleibt ein Rätsel, was sich der Paketbote bei dieser Angabe als Ehepartner (üblich ist ja meist Haushaltsangehörige) gedacht hat.
2021.07.03, 22:05 -
C. Araxe
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New und neu
Diese Woche wurde ich von zwei Unternehmensberatern zum Thema „New Work” interviewt. Eigentlich dachte ich ja, dass es hierbei um neue Konzepte in der Arbeitswelt geht und nicht wortwörtlich um neue Arbeit… Zugegebenermaßen blieb man auch größtenteils bei der ursprünglichen Thematik, aber am Ende wurde ich gefragt, ob ich nicht Interesse daran hätte, das Ergebnis der Studie zu gestalten. (Dabei haben die beiden nicht ein einziges Layout von mir gesehen.)
2021.07.03, 19:18 -
C. Araxe
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Mittwoch, 30. Juni 2021
Gaia
Südafrika, 2021
Regie: Jaco Bouwer
Darsteller: Alex van Dyk, Carel Nel, Anthony Oseyemi, Monique Rockman

Zwei Parkranger paddeln durch den Tsitsikamma-Nationalpark in Südafrika. Von dem, was man so kennt, sieht das eher nach Amazonas-Dschungel aus und man rechnet jederzeit mit indigenen Eingeborenen, die fast lautlos ihre Pfeile auf alle Eindringlinge in ihr Territorium abschießen. Und ganz so falsch ist dieser Eindruck nicht. Die abenteuerlustige Parkrangerin Gabi verlässt das Boot, erkundet den Urwald … und tappt in eine Falle. Schwer verletzt findet sie eine Hütte im Urwald. Die Bewohner, ein Vater und sein Sohn, versorgen ihre Wunde, aber ihren Kollegen kann sie kaum und dann gar nicht mehr kontaktieren.
Dies war der Film, auf den ich am meisten gespannt war. Ein Öko-Horror-Film. Und wurde gleich anfangs sehr enttäuscht. So dämliche Verhaltensweisen. Und was für ein trashiges Setting bei dieser Hütte! Aber das hat sich im Laufe des Films doch mehr oder weniger relativiert. Denn insgesamt finde ich die Grundidee, dass Mutter Erde sich wehrt, sehr ansprechend. Und die Art und Weise, wie dies erfolgt, wurde auf jeden Fall visuell sehr kreativ und beeindruckend in Szene gesetzt. Auch wenn ich mehr erwartet habe, ist dieser Film durchaus sehr sehenswert.
2021.06.30, 23:13 -
C. Araxe
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Flashback (The Education of Fredrick)
Kanada, 2020
Regie: Christopher MacBride
Darsteller: Amanda Brugel, Emory Cohen, Keir Gilchrist, Maika Monroe, Dylan O’Brien

Fred ist offenbar in der Mitte eines gängigen Lebens angekommen. Mit Verantwortungen und Verbindlichkeiten, die man oft in diesem Alter übernimmt. Ein fester Job als, der zwar für sein eher träumerisches Naturell nicht so geeignet ist, aber ein gutes Einkommen sichert. Eine feste Beziehung, mit der er eine gemeinsame Wohnung bezieht, weil man das dann so macht. Und auch die Konfrontation mit Vergänglichkeit, da seine Mutter im Sterben liegt.
Jäh wird – teils dadurch, aber auch vor allem durch eine zufällige Begegnung – alles in Frage gestellt. Verdrängtes aus seiner Vergangenheit in Jugendjahren verlangt nach Aufklärung. Und schon beginnt eine verschachtelte und mehrdimensionale Betrachtung des Vergangenen als auch der Gegenwart. Anfangs meint man, dass es sich nur um immer deutlicher werdende Erinnerungen handelt. Aber nichts ist trügerischer als die Erinnerung … Und auch die Verknüpfungen mit der Gegenwart werden zunehmend fragiler. Was war? Was ist? Wer bin ich überhaupt? Hier werden wirklich viele tiefgreifende Fragen gestellt, die nicht nur den Protagonisten beschäftigen, sondern ebenso das Publikum herausfordert. Visuell wird dies auch insgesamt sehr beindruckend umgesetzt. Nur darstellerisch hätte ich mir bessere Lösungen gewünscht. (Alberne Perücke und andere Kleidung beim Hauptdarsteller reicht da einfach nicht.) Nichtsdestotrotz ein sehr ambitionierter Film, der einen intellektuell als auch emotional in Anspruch nimmt.
2021.06.30, 21:29 -
C. Araxe
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Son
USA, 2020
Regie: Ivan Kavanagh
Darsteller: Luke David Blumm, Erin Bradley Dangar, Emile Hirsch, Andi Matichak, Ethan McDowell

Die alleinerziehende Mutter Laura hat in jungen Jahren schon viel Schlimmes durchgemacht. Die Erlebnisse in einer satanischen Sekte hat sie mittlerweile aber offenbar gut verarbeitet und um ihren anfangs ungewollten Sohn kümmert sie sich liebevoll. Bis eines Nachts die Schrecken der Vergangenheit wieder zunehmend ihr Leben bestimmen.
Wie auch schon bei The Canal vom selben Regisseur hatte ich anfangs ebenfalls Wahnvorstellungen vermutet, die nicht weiter verwunderlich bei solch traumatischen Erlebnissen gewesen wären. Aber in diesem Film wird sich schnell eindeutig nicht für realen Horror entschieden. Für meinen Geschmack hätte ich es zwar interessanter gefunden, wenn es anders gewesen wäre, also mit mehr psychologischen Tiefgang, so war es aber auch eine gelungene Inszenierung. Ein spannender Horrorfilm, der vor allem sehr schön (und blutig) zeigt, was Mutterliebe bedeutet.
2021.06.30, 19:28 -
C. Araxe
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Come True
Kanada, 2020
Regie: Anthony Scott Burns
Darsteller: Landon Liboiron, Chantal Perron, Tedra Rogers, Carlee Ryski, Julia Sarah Stone

Kein Wunder, dass diese junge Frau Schlafstörungen hat, denkt man, als man Sarahs aktuelle Schlafstatt zu Beginn des Films sieht: eine Rutsche auf einem Kinderspielplatz. Aber ihre Probleme liegen nicht an der Umgebung, sondern sind durch ihre Albräume bedingt. Ständig übermüdet sucht Sarah immer wieder nach neuen Schlafgelegenheiten, denn ein Ortswechsel scheint sie zumindest zunächst von ihren Träumen zu befreien. Als sie die Möglichkeit hat, an einer Schlafstudie teilzunehmen, sieht dies nach der optimalen Lösung aus, aber es wird alles nur noch schlimmer.
Wer der Meinung ist, dass Träume Schäume sind, ihnen also jegliche Relevanz abspricht, hat sicher noch nie bewusst intensive Träume gehabt. Auch schöne Träume können weit ins Wachsein nachwirken, aber um so mehr die Unschönen. Das Beunruhigende, Beängstigende solcher Träume wird in diesem Science-Fiction-Horrorfilm auf sehr beeindruckende Weise dargestellt. Der ganze Film ist ein Traum. Ein Albtraum. Immer mehr wird alles eins. Die Träume und die Realität. Der Film und die Zusehenden. Das Grauen wirkt so lebendig und fühlbar, dass es sich tief in die eigenen Vorstellungen hinein bewegt. Im Gegensatz zur Hauptdarstellerin möchte man dem aber auch gar nicht entkommen, sondern liebend gern immer wieder diese faszinierenden Traumwelten erleben, da man schon längst dem hypnotischen Sog des Schreckens erlegen ist.
2021.06.30, 18:52 -
C. Araxe
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Montag, 28. Juni 2021
Jakob’s Wife
USA, 2021
Regie: Travis Stevens
Darsteller: Bonnie Aarons, Barbara Crampton, Larry Fessenden, Sarah Lind, C.M. Punk

Wenn man einen Priester heiratet, hat man sich wohl eher für ein gesittetes Leben entschieden. Ja und Amen zu allem, was der Gatte so predigt. Aber so einfach ist das natürlich nicht, wenn man als Gattin in der Midlife-Crisis alles in Frage stellt und dann auch noch von einem Vampir gebissen wird.
Locker amüsant werden hier auf seichte Weise Fragen der Gleichberechtigung geklärt. Der Unterhaltungswert ist bei dieser Vampir-Komödie aber durchaus vorhanden. Zugegebenermaßen war dies der fünfte Film, den ich an diesem Tag nacheinander am Ende gesehen habe und somit spricht schon sehr viel dafür, dass ich nicht einfach eingeschlafen bin. Also ja, wenn man wieder einmal eine etwas anders geartete Vampir-Komödie sehen will. Aber auch nichts, was einen vollkommen mit Humor und Story überwältigt. Dennoch schon sehr nett anzusehen.
2021.06.28, 22:33 -
C. Araxe
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